Wirtschaft

Ein Jahr Corona-Pause BER macht DDR-Flughafen Schönefeld dicht

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Der ehemalige DDR-Zentralflughafen Schönefeld ist als Terminal 5 in den BER integriert.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach jahrelanger Verzögerung eröffnet vor wenigen Wochen der neue Hauptstadt-Airport BER. Doch in der Corona-Pandemie bleiben die Fluggäste weg. Als Konsequenz soll ein Teil nun stillgelegt werden - es trifft den früheren DDR-Zentralflughafen, der als Terminal integriert war.

Am neuen Hauptstadtflughafen BER soll wenige Monate nach der Eröffnung ein Terminal geschlossen werden. Der Grund ist, dass wegen der Corona-Krise viel weniger Passagiere den Flughafen nutzen als gedacht, wie ein Unternehmenssprecher sagte. Die Geschäftsführung plane deshalb, Terminal 5 ab März zunächst für ein Jahr vom Netz zu nehmen.

Terminal 5 ist das in den 70er-Jahren errichtete Abfertigungsgebäude des damaligen DDR-Zentralflughafens Schönefeld. Es sollte den BER eigentlich noch mehrere Jahre ergänzen. Denn bis zur Corona-Krise sah es so aus, als reiche der Neubau nicht aus für die wachsenden Berliner Passagierzahlen.

Im Moment gibt es nach Betreiberangaben aber nur gut ein Fünftel der üblichen Flugzahlen und ein Zehntel der Passagiere. Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup will seinen Plan für Terminal 5 am Freitag im Aufsichtsrat des Unternehmens vorstellen. Dann soll es Gespräche mit den Fluggesellschaften geben. Größter Kunde im Terminal 5 ist Ryanair.

Insgesamt hat der neue Flughafen Willy Brandt drei Terminals, neben dem Ende Oktober eröffneten Hauptterminal 1 noch das neu errichtete Terminal 2. Zuletzt war geplant, es zum Sommerflugplan Ende März in Betrieb zu nehmen. Ob die Passagiere der Ryanair und der übrigen Gesellschaften aus dem Terminal 5 künftig dort einchecken sollen oder im Terminal 1 ist noch offen.

Mit der Schließung verliert Berlin seinen dritten historischen Flughafen. Im Oktober 2008 schloss Tempelhof, zwölf Jahre später Tegel und nun der historische Teil von Schönefeld.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa