Gespräche mit BetriebsratBMW stimmt Belegschaft auf Sparprogramm ein

Das schwächelnde China-Geschäft bremst BMW massiv aus. Für das laufende Jahr rechnet der bayerische Konzern mit weniger Gewinn als zunächst prognostiziert. Nun sollen die Kosten reduziert werden.
Der Münchner Autobauer BMW will mit dem Betriebsrat über die konkrete Ausgestaltung von Sparmaßnahmen sprechen. "Die Gespräche zwischen Unternehmen und Betriebsrat sind in Vorbereitung", bestätigte ein Sprecher des Gesamtbetriebsrats. An Spekulationen, wie hoch ein Stellenabbau ausfallen könnte, wolle er sich nicht beteiligen.
"Während andere entsprechende Zahlen veröffentlichen, arbeiten wir zunächst an tragfähigen Lösungen - im Dialog und mit Verantwortung für die Beschäftigten", betonte der Unternehmenssprecher. BMW hatte am Dienstagabend überraschend seine Gewinnprognose für das laufende Jahr gesenkt, weil sich das China-Geschäft enttäuschend entwickelt. Der Konzern will nun stärker auf die Kostenbremse drücken.
Der neue BMW-Chef Milan Nedeljkovic hatte offengelassen, ob es im Zuge dessen zu einem Stellenabbau kommen werde. Er wolle die "laufenden Maßnahmen nochmals deutlich intensivieren und beschleunigen", sagte er nur. "Es geht um Geschwindigkeit und Effizienz." BMW hatte bereits im Geschäftsbericht für 2026 einen leichten Rückgang der Beschäftigung in Aussicht gestellt. "Leicht" bedeutet bis zu fünf Prozent. Insgesamt beschäftigt der Münchner Konzern rund 150.000 Menschen.