Wirtschaft

Mit Abfindungen und BoniBahn-Vorstände kassieren mehr als 17 Millionen Euro

27.03.2026, 16:55 Uhr
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Fast ein Drittel der 17 Millionen Euro ging an den ehemaligen DB-Chef Lutz. (Foto: picture alliance/dpa)

An neue und alte Vorstände bei Deutschlands größtem Schienenkonzern fließen im vergangenen Jahr 17,3 Millionen Euro an Vergütung. An die neue Führung der Deutschen Bahn geht dabei jedoch nur ein Bruchteil des Geldes.

Die Vergütung alter und neuer Bahnvorstände belief sich im vergangenen Jahr inklusive Abfindungen und Bonus-Zahlungen auf insgesamt rund 17,3 Millionen Euro. Den größten Teil davon erhielt mit knapp 5,5 Millionen Euro der frühere Bahnchef Richard Lutz, wie aus dem aktuellen Geschäftsbericht des bundeseigenen Konzerns für 2025 hervorgeht.

Das Festgehalt von Lutz betrug dabei 1,4 Millionen Euro. Darüber hinaus bekam er infolge seiner Abberufung zum Oktober eine Abfindung von knapp 3,5 Millionen Euro plus Boni, sogenannte variable Vergütungen, in Höhe von rund 570.000 Euro.

Weitere Vorstandsmitglieder verließen im vergangenen Jahr im Zuge einer Neuaufstellung bei der Bahn das Unternehmen, darunter die frühere Digital-Vorständin Daniela Gerd tom Markotten, Infrastrukturvorstand Berthold Huber und die Chefin der Güterverkehrssparte, Sigrid Nikutta. Insgesamt beliefen sich die Abfindungen für diese scheidenden Führungskräfte - inklusive Lutz - auf rund 11,3 Millionen Euro.

Deutlich bescheidener fielen die Vergütungen für die neuen Mitglieder des inzwischen nur noch sechsköpfigen Führungsgremiums aus. Die neue Bahnchefin Evelyn Palla kam inklusive variabler Vergütungen im vergangenen Jahr auf 1,17 Millionen Euro. Das war etwas weniger als der langjährige Personalvorstand Martin Seiler mit 1,22 Millionen Euro bekam. Insgesamt erhielten die aktuellen Vorstandsmitglieder knapp 3,7 Millionen Euro.

Nicht berücksichtigt ist in den Zahlen die Abfindung für die vorige Finanzchefin Karin Dohm. Am Donnerstagabend teilte die Bahn offiziell mit, dass Dohm nach nur vier Monaten das Unternehmen wieder verlassen wird.

Quelle: ntv.de, lme/dpa

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