Wirtschaft

Nah- und Fernverkehr profitieren Bahn gibt Rekordsumme für neue Züge aus

Investieren, reinbuttern, Geld ausgeben: Bei der Deutschen Bahn denkt man in Zeiten der Verkehrswende groß. Nun kündigt das Unternehmen an, eine Rekordsumme in neue Züge zu stecken. Freuen dürfen sich auch Bewohner großer Städte.

Die Deutsche Bahn will in den kommenden Jahren mehr als zwölf Milliarden Euro für neue Züge ausgeben. Dies sei "eine Rekordsumme in der Geschichte der DB", erklärte Personenverkehrsvorstand Berthold Huber in Berlin. Allein im Fernverkehr will der Konzern bis zum Jahr 2026 insgesamt 8,5 Milliarden Euro in neue Züge stecken.

Aber auch für die Modernisierung der Flotte im Regionalverkehr plant der Konzern größere Investitionen. In die Flotten der fünf größten S-Bahnen Deutschlands sollen nach DB-Angaben rund 2,7 Milliarden für neues Design und die Anschaffung neuer Fahrzeuge fließen. Hinzu kommt eine weitere, rund eine Milliarde Euro an Investitionen in die Flotten von DB Regio.

Jeder Euro für mehr Schienen und moderne Züge sei gut investiert, betonte Huber. Attraktive Verbindungen zwischen den Metropolen sowie leistungsstarke Mobilität in den deutschen Städten und auf dem Land seien "tragende Säulen der Verkehrswende".

"Rückenwind fast mit Sturmstärke"

Das bundeseigene Unternehmen ist im Investitionsmodus: Um die Klimaziele zu erreichen, fließt deutlich mehr Geld in das Netz, und der Bund stockt auch das Eigenkapital der Bahn auf. Inzwischen sollen sogar stillgelegte Strecken reaktiviert werden. Bahnchef Richard Lutz spricht von "Rückenwind fast mit Sturmstärke". Jahrelang habe die Politik mit der Bahn gefremdelt, jetzt werde geklotzt.

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Berthold Huber verantwortet bei der Bahn den Personenverkehr.

(Foto: picture alliance/dpa)

So war am Wochenende angekündigt worden, zwischen den größten deutschen Städten deutlich mehr ICE und Intercitys fahren zu lassen. "Wir werden den Fernverkehr zwischen den großen Metropolen konsequent im Halbstundentakt fahren lassen", bekräftigte der Bahn-Vorstand für Personenverkehr, Berthold Huber. "Am Ende bedeutet das, dass wir den Fernverkehr ausbauen wollen zu einer metropolenverbindenden S-Bahn."

Den 30-Minuten-Takt für die großen Städte hatte die Bahn im Sommer in ihre neue Strategie "Starke Schiene" aufgenommen, sagte der zuständige Vorstand Huber - und machte deutlich, dass noch einige Jahre vergehen, bis es so weit sein könnte. So sollen als erstes zwischen Hamburg und Berlin Fernzüge alle 30 Minuten fahren - in zwei Jahren. Heute sind es tagsüber jeweils drei Züge in zwei Stunden.

Wenn die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm und der neue Stuttgarter Bahnhof in Betrieb sind, sollen von Ende 2025 an auch Stuttgart und München sowie Stuttgart und Frankfurt halbstündig verbunden werden, ebenso Frankfurt-Köln und Frankfurt-Hamburg. Für Berlin-Köln gibt es noch keinen Termin.

Quelle: ntv.de, vpe/AFP/dpa