Wirtschaft

Hifi-Hersteller auf Weg aus Krise? Bang & Olufsen-Aktien drehen auf

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Das für das exklusive Design seiner Produkte bekannte Unternehmen verringerte das Minus im abgelaufenen Quartal.

Einen erneuten Kursschub erlebt die Aktie des Herstellers von Edel-Unterhaltungselektronik Bang & Olufsen. Nachdem zuletzt Übernahme-Gerüchte antreiben, sind es diesmal Geschäftszahlen. Aber zurück zu goldenen Zeiten ist es noch ein weiter Weg.

Ein Rückgang des operativen Verlusts hat den Aktien von Bang & Olufsen Auftrieb gegeben. Die Papiere des dänischen Herstellers von hochpreisigen Fernsehern und Hifi-Anlagen stiegen an der Börse in Kopenhagen um bis zu 13 Prozent auf ein Drei-Jahres-Hoch von 82,50 Kronen. Bereits vor rund drei Wochen hatte es nach einer Übernahme-Offerte einen kräftigen Schub für die Aktien gegeben. Im laufenden Jahr hat sich das Papier damit im Wert fast verdoppelt.

Bang & Olufsen
Bang & Olufsen 4,45

Das für das exklusive Design seiner Produkte bekannte Unternehmen verringerte das Minus im abgelaufenen Quartal auf 31 Millionen Kronen (4,2 Millionen Euro) von 155 Millionen Kronen (20,8 Millionen Euro) im Vorjahreszeitraum. Den Analysten der Nordea Bank zufolge deutet die vorzeitige Veröffentlichung der Zwischenbilanz darauf hin, dass eine Übernahme des Unternehmens näher rücke. Ende November hatte Bang & Olufsen bekanntgegeben, dass mehrere Interessenten angeklopft hätten. Seither haben die Papiere um knapp die Hälfte zugelegt.

Neue Märkte sollen erschlossen werden

Von den goldenen Zeiten ist Bang & Olufsen jedoch noch sehr weit entfernt. Mit der Finanzkrise im Jahr 2008 durchlitt das Unternehmen einen starken Rückgang seiner Umsätze von rund 570 Millionen Euro auf etwa 350 Millionen US-Dollar im Jahr darauf. Im Geschäftsjahr 2014/15 waren es noch 316 Millionen Euro.

Mit dem Börsenkurs ging es ab der Finanzkrise noch wesentlich steiler nach unten: Von seinem Allzeithoch im Jahr 2006 bei 778 Kronen ist beim Bang & Olufson-Papier mittlerweile noch etwas mehr als ein Zehntel übrig.

Das Unternehmen hat weiterhin mit dem harten Wettbewerb im immer engeren Markt für Unterhaltungselektronik zu kämpfen. Bang & Olufson setzt derzeit einen Sechsjahresplan um, der unter anderem Filialschließungen vorsieht. Zudem will sich Bang & Olufsen weniger abhängig vom europäischen Markt machen. In den letzten Jahren hat die Luxusmarke Schritte unternommen, um mehr Kunden zu erreichen: Etwa durch die geographische Expansion nach China und in die USA und die Erschließung neuer Käuferschichten durch die Marke B&O Play, die ein jüngeres Publikum ansprechen soll.

Quelle: ntv.de, kst/rts/DJ

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