Wirtschaft

Streik bei Geldtransporten Bargeld könnte Mittwoch knapp werden

imago63570612h.jpg

Ein Geldautomat in Berlin

imago/Hohlfeld

Wer am Mittwoch Geld holen möchte, könnte vor einem leeren Geldautomaten stehen: Die Gewerkschaft Verdi ruft zum Streik in der Geldtransportbranche auf. Auch Banken und der Einzelhandel werden voraussichtlich beeinträchtigt.

In Deutschland werden ab Mittwochmorgen Hunderte Geldtransporte bestreikt. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat die 12.000 Beschäftigten der Geld- und Wert-Branche aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Durch die Streiks werde der Bargeldverkehr in Deutschland erheblich gestört, kündigt Verdi an. Viele Banken und Einzelhandelsgeschäfte bekämen nach den Feiertagen kein frisches Bargeld. Geldautomaten, die nach dem Jahreswechsel vielfach leer seien, würden nicht neu befüllt. Auch die Abholung der Tageseinnahmen bei Warenhäusern und Discountern, Möbel- und Baumärkten sowie anderen großen Unternehmen sei nicht sichergestellt.

Die Verhandlungen in dem Tarifstreit werden nach Angaben der Gewerkschaft nach fünf ergebnislosen Runden am 3. und 4. Januar fortgesetzt. "Unsere Botschaft an die Arbeitgeberseite ist klar: Wenn wieder kein verhandlungsfähiges Angebot auf dem Tisch liegt, werden die Arbeitsniederlegungen ausgeweitet", sagt Verdi-Verhandlungsführer Arno Peukes. Bei der Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste war am Neujahrstag niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung des Stundenlohns beziehungsweise eine Gehaltserhöhung um 250 Euro pro Monat. Außerdem sollen die Gehälter in den neuen Bundesländern angeglichen werden.

Quelle: n-tv.de, chr/rts

Mehr zum Thema