Wirtschaft

Weniger Filialen eröffnet Bauboom bremst dm-Wachstum

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dm würde gern mehr Filialen eröffnen, aber die Baubranche hat die Kapazitäten nicht.

(Foto: picture alliance / Uli Deck/dpa)

Deutschlands größte Drogeriekette kann nicht so viele Filialen eröffnen wie geplant. Die hohe Auslastung der Baubranche bremst die Expansion von dm. Dennoch konnte das Karlsruher Unternehmen seinen Umsatz im vergangen Geschäftsjahr deutlich steigern.

Das Wachstum von Deutschlands größter Drogeriemarktkette dm wird vom Bauboom gedämpft. Wie dm-Chef Erich Harsch bei der Jahrespressekonferenz sagte, ist es zu einigen geplanten Neueröffnungen nicht gekommen, weil es schlicht an Ressourcen in der Baubranche gefehlt habe oder zu lange Genehmigungsverfahren dies verhinderten. An sich sollten im vergangenen Geschäftsjahr zwischen 80 und 90 dm-Märkte neu eröffnet werden. Tatsächlich waren es dann 64.

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Erich Harsch ist der Vorsitzende der Geschäftsführung der Drogeriemarktkette dm.

(Foto: picture alliance / Uli Deck/dpa)

In den dm-Märkten in Deutschland kaufen täglich 1,8 Millionen Menschen ein. Im vergangenen Geschäftsjahr (1. Oktober 2017 - 30. September 2018) wuchs die Zahl der Märkte bundesweit auf 1956 Märkte. In neue und umgebaute Märkte wurden 140 Millionen Euro investiert. Im laufenden Geschäftsjahr sind noch einmal so viel Investitionen und mindestens 70 weitere dm-Märkte geplant. Derzeit wird eine neue Zentrale in Karlsruhe gebaut. In Wustermark bei Berlin entsteht ein neues Verteilzentrum.

Europaweit zählt dm 3566 Märkte, neben Deutschland vor allem in Österreich, Ost- und Südosteuropa. Ausbaufähig ist aus Sicht des Karlsruher Unternehmens vor allem noch der italienische und rumänische Markt.

Der Gesamtumsatz des Karlsruher Unternehmens wächst kontinuierlich - wenn auch nicht mehr ganz so dynamisch wie nach der Schlecker-Pleite. Harsch sprach von einer zunehmenden Verdichtung des Marktes in Deutschland. "Insgesamt ist die Drogeriemarktbranche aber noch immer ein Wachstumsmarkt", sagte er.

Im vergangenen Geschäftsjahr stieg der Umsatz europaweit um 4,3 Prozent auf 10,7 Milliarden Euro (Vorjahr: 10,26 Milliarden Euro). In Deutschland wuchs der Umsatz um 3,2 Prozent auf 8,11 Milliarden Euro (7,86 Milliarden Euro). Für dm arbeiten europaweit rund 60.000 Menschen in 13 Ländern, in Deutschland sind es mehr als 40.000. Zum Gewinn macht das Unternehmen traditionell keine Angaben. Die Umsatzrendite liege wie seit Jahren zwischen ein und zwei Prozent.

Quelle: n-tv.de, hny/dpa

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