Wirtschaft
Die Baubranche rechnet für dieses Jahr mit einem weiteren Wachstum.
Die Baubranche rechnet für dieses Jahr mit einem weiteren Wachstum.(Foto: dpa)
Freitag, 23. Februar 2018

Alles spricht für Wachstum: Baubranche übertrifft eigene Erwartungen

Die niedrigen Zinsen sorgen weiter für Hochbetrieb im Baugewerbe. Davon profitieren vor allem große Betriebe. Und ein Ende ist nicht in Sicht. Dank voller Auftragsbücher suchen die Betriebe nun händeringend Mitarbeiter.

Die deutsche Baubranche ist zuversichtlicher für die Entwicklung im laufenden Jahr, nachdem die Umsatzzahlen für 2017 besser ausgefallen sind als erwartet. Insgesamt spreche im Bauhauptgewerbe "alles dafür", dass die bisherige Umsatzprognose für 2018 von nominal plus vier Prozent übertroffen werde, erklärte der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) in Berlin.

Das deutsche Bauhauptgewerbe schloss 2017 nach Angaben des Branchenverbandes mit einem Umsatzplus von nominal 6,0 Prozent und real 2,7 Prozent ab. Damit übertreffe das Jahresergebnis noch die Prognose von plus 5 Prozent, die der Verband zu Jahresbeginn abgegeben habe. Insgesamt kam der Wohnungsbau demnach auf ein Plus von 8,5 Prozent, der Wirtschaftsbau auf 8,4 Prozent und der Öffentliche Bau auf 6,5 Prozent mehr. Die größeren Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten hätten sogar ein Umsatzplus von nominal 8,5 Prozent und real 5,1 Prozent gemeldet.

"Von der guten Baukonjunktur haben 2017 somit die größeren Betriebe überdurchschnittlich profitiert", konstatierte der Hauptverband. Der aktuelle Konjunkturaufschwung werde vor allem vom Neubau getragen, kleinere Unternehmen seien aber eher bei Baumaßnahmen im Bestand gefragt, hieß es zur Begründung. Hinzu komme, dass die Kleinbetriebe mit einem bis 19 Beschäftigten stärker von personellen Kapazitätsengpässen betroffen seien.

Die Aussichten für das laufende Jahr nannte der Verband "vielversprechend". Die Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten meldeten laut den Angaben für 2017 einen Zuwachs ihres Auftragseingangs um nominal 6,6 Prozent - im Dezember legte der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahresmonat sogar um 24,3 Prozent zu.

Um die Aufträge möglichst schnell abarbeiten zu können, planten die Unternehmen, in den kommenden zwölf Monaten zusätzliches Personal einzustellen und ihre Investitionen zu erhöhen. Im Rahmen einer aktuellen Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) habe dies jedes fünfte respektive vierte Unternehmen angegeben.

Quelle: n-tv.de