Wirtschaft

Neue Mais- und Soja-SortenBayer bringt seine Agrar-Blockbusterkandidaten auf den Markt

02.09.2026, 16:10 Uhr
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Bayer erwartet sich erhebliches Wachstum durch neue Produkte auf dem Agrarmarkt. (Foto: picture alliance / Panama Pictures)

Der Chemie- und Pharma Bayerriese Bayer will seine Agrarsparte auf Effizienz trimmen. Dazu verschlanken die Leverkusener das Angebot. Allein in den nächsten drei Jahren soll der Umsatz um mehr als drei Milliarden Euro steigen. Die ersten Hoffnungsträger kommen nun in den Handel.

Der Pharma- und Agrarkonzern Bayer treibt die Neuausrichtung seiner Agrarsparte voran und bringt die ersten von zehn geplanten Blockbuster-Produkten auf den Markt. Ein neues Insektizid sei in Kolumbien eingeführt worden, während ein Anbausystem für niedrig wachsenden Mais in diesem Jahr in Argentinien an den Start gehe, teilte der Leverkusener Konzern anlässlich eines Investorentages mit. Im kommenden Jahr folge in den USA und Kanada die Markteinführung von neuem Sojasaatgut, das unempfindlich gegen bestimmte Unkrautvernichter ist. Zusammen mit einer weiteren, für die Anbausaison 2027/2028 in Brasilien geplanten Soja-Variante traut Bayer allein diesen neuen Soja-Produkten einen jährlichen Spitzenumsatz von mehr als drei Milliarden Euro zu. "Wir liefern, was wir versprochen haben", sagte Crop-Science-Chef Rodrigo Santos.

Die Markteinführungen sind Teil eines im Frühjahr 2025 aufgelegten Fünfjahresplans für die Agrarsparte Crop Science. Bislang seien knapp 400 Millionen Euro eingespart und die Lagerbestände um 500 Millionen Euro abgebaut worden. Zudem habe sich Bayer von fünf Wirkstoffen getrennt und mehr als 100 Pflanzenschutzmittel aus dem Angebot genommen. Gleichzeitig bekräftigte der Vorstand die im vergangenen Jahr ausgegebenen mittelfristigen Finanzziele für die Sparte.

Demnach soll der Umsatz bis zum Ende des Jahrzehnts über dem Marktniveau wachsen und währungsbereinigt um mehr als 3,5 Milliarden Euro zulegen. Zudem soll das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) um eine Milliarde Euro verbessert und eine bereinigte Ebitda-Marge im mittleren 20-Prozent-Bereich erreicht werden. Der freie operative Cashflow der Sparte soll bis 2029 wie geplant auf mehr als drei Milliarden Euro steigen.

Um das künftige Wachstum abzusichern, setzt das Leverkusener Unternehmen in der Forschung verstärkt auf Künstliche Intelligenz und die Genomeditierung, also gezielte Eingriffe in das Erbgut der Pflanzen. So entwickelt das Unternehmen etwa ertragreichere Sojabohnen mit einer robusteren Struktur, damit die Pflanzen trotz ihrer Größe nicht mehr so leicht abknicken. Zudem befänden sich mithilfe einer neuen Forschungsplattform derzeit mehr als 15 neuartige Ansätze für Wirkstoffe in der Erprobung. Ein neues Mittel gegen Pilzbefall bei Sojabohnen habe inzwischen die zweite Phase der Entwicklungspipeline erreicht.

Quelle: ntv.de, jwu/rts

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