Wirtschaft

Operatives Ergebnis ist stabil Bayer überrascht mit positiven Zahlen

111338968.jpg

Der Umsatz stieg um gut 23 Prozent auf 9,9 Milliarden Euro.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im dritten Quartal kann Bayer zwar einen geringeren Gewinn als im vorherigen verzeichnen - trotzdem übertrifft es die Erwartungen am Markt. Auch die Monsanto-Übernahme kommt dem Pharmaunternehmen zugute.

Negative Währungseffekte haben Bayer im dritten Quartal gebremst. Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda) lag mit 2,2 Milliarden Euro nur auf Vorjahresniveau, wie das Leverkusener Unternehmen mitteilte. Analysten hatten allerdings mit einem Rückgang auf 2,05 Milliarden gerechnet. Die Währungseffekte belasteten allein das Geschäft mit rund 160 Millionen Euro.

Bayer
Bayer 70,31

Dagegen seien die Beiträge durch den im Sommer übernommenen US-Saatgutriesen Monsanto höher ausgefallen als erwartet, erklärte Bayer. Der Umsatz stieg im abgelaufenen Quartal um gut 23 Prozent auf 9,9 Milliarden Euro. Währungs- und portfoliobereinigt stand allerdings nur ein Plus von 1,9 Prozent zu Buche. Unterm Strich verdiente Bayer 2,8 Milliarden Euro, ein Rückgang von gut einem Viertel binnen Jahresfrist.

Für das Gesamtjahr rechnet Vorstandschef Werner Baumann unverändert mit einem Umsatz von mehr als 39 Milliarden Euro, das bereinigte Ergebnis soll im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen. Allerdings seien die Ziele für das Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten Consumer Health sowie mit Tierarzneien inzwischen "zunehmend ambitioniert", warnte Baumann.

Zahl der Klagen erhöht sich

Im Tiergesundheitsgeschäft brach das bereinigte Ergebnis im dritten Quartal um fast 46 Prozent ein, was vor allem an einem rückläufigen Floh-, Zecken- und Entwurmungsmittelgeschäft in Nordamerika lag. Im Bereich Consumer Health lasteten negative Währungseffekte auf dem Ergebnis. Dagegen schnitt Bayer mit einem Ergebnisanstieg von rund vier Prozent im Pharmageschäft mit rezeptpflichtigen Arzneien deutlich besser ab als von Analysten erwartet - diese hatten eigentlich mit einem Rückgang in der Sparte gerechnet.

Im Agrargeschäft kam Bayer die Monsanto-Übernahme zu Gute: Umsatz und Ergebnis legten kräftig zu. Allerdings erhöhte sich auch die Zahl der Klagen wegen des von Monsanto entwickelten Unkrautvernichters Glyphosat, mit denen sich nun Bayer konfrontiert sieht. Bis zum 30. Oktober wurden in den USA rund 9300 Klagen zugestellt - zuletzt lag diese Zahl bei 8700.

Die Zahl war noch oben geschnellt, nachdem ein Geschworenen-Gericht in Kalifornien einem krebskranken ehemaligen Platzwart fast 289 Millionen US-Dollar (255 Millionen Euro) Schadenersatz zugesprochen hatte. "Wir sind unverändert davon überzeugt, gute Argumente zu haben, und wir beabsichtigen, uns in all diesen Verfahren entschieden zur Wehr zu setzen", sagte Baumann.

Quelle: n-tv.de, lri/rts/dpa

Mehr zum Thema