Wirtschaft

Urlauber und Industrie Beiersdorf übertrifft Vorkrisenniveau

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Der Nivea-Hersteller präzisiert - wenig überraschend nach neun Monaten Geschäftsjahr - seine Prognose.

(Foto: picture alliance / Axel Heimken/dpa)

Mit dem Ende vieler Vorona-Restriktionen können Verbraucher wieder verreisen und viele Unternehmen die Produktion steigern. Für Beiersdorf heißt das, mehr Umsatz mit Sonnencreme und Klebstoff. Für der Rückkehr in den Dax spüren die Hamburger Rückenwind.

Der Nivea- und Tesa-Hersteller Beiersdorf meldet sich mit kräftigen Zuwächsen im deutschen Leitindex Dax zurück. Die nach der Corona-Pandemie zurückgekehrte Reiselust habe die Nachfrage nach Sonnencremes und Pflegeprodukten des Hamburger Konzerns weltweit angekurbelt, sagte der seit Mai amtierende Vorstandschef Vincent Warnery. Zudem sorge der  Nachfrage-Boom der Industrie nach Klebstoffen für Rückenwind.

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Mit einem Umsatzplus von zwölf Prozent auf 5,8 Milliarden Euro in den ersten neun Monaten übertraf Beiersdorf sogar die Vorkrisen-Werte aus dem Jahr 2019. Für 2021 präzisierte der Vorstand sein Umsatzziel. Die Erlöse sollen organisch um acht bis zehn Prozent steigen. Bislang war ein Plus im höheren einstelligen Prozentbereich avisiert worden. Die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) soll unverändert auf dem Niveau des Vorjahres verharren, in dem 11,8 Prozent erreicht worden waren. Für das kommenden Jahr äußerte sich Finanzchefin Astrid Herrmann zuversichtlich, eine leichte Steigerung der Ebit-Marge zu schaffen.

Steigende Preise bei den Rohstoffen wollen die Hamburger mit Einsparungen und Preiserhöhungen für die eigenen Produkte kompensieren. Beide großen Sparten trugen zum Umsatzplus der ersten neun Monate bei: Der Consumer-Bereich mit Marken wie Nivea, Eucerin, Coppertone oder La Prairie wuchs um 10,4 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro. Die Klebstoffsparte Tesa schnellte um 19,4 Prozent auf 1,15 Milliarden Euro nach oben. Das Wachstum sei vor allem durch den Bereich Direct Industries im Electronics-Geschäft in China getrieben worden.

Bei den Anlegern konnte der Beiersdorf-Konzern, der nach einer halbjährigen Abstinenz ab Freitag wieder Teil der Dax-Familie ist, mit den Nachrichten indes nicht punkten: Die Aktie notierte mehr als drei Prozent im Minus. Grund für den Aufstieg ist, dass Deutsche Wohnen nach dem Erwerb durch Vonovia das Index-Kriterium Mindeststreubesitz von zehn Prozent nicht länger erfüllt und aus dem Dax entfernt wird.

Quelle: ntv.de

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