Wirtschaft

Kommt für 60 Standorte das Aus? Bericht: Karstadt Kaufhof plant Schließungen

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Laut dem Bericht werden die einzelnen Standorte derzeit auf ihre Wirtschaftlichkeit überprüft.

(Foto: imago images/foto2press)

Durch die Corona-Krise rechnet die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof mit Umsatzausfällen in Millionenhöhe. Laut einem Medienbericht erwägt die Konzernspitze nun Standortschließungen. Intern ist die Rede von 60 Filialen, die dem Rotstift zum Opfer fallen könnten.

Bei der unter den Schutzschirm geflüchteten Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof bereitet einem Medienbericht zufolge das Management Standortschließungen vor. Laut "Manager Magazin" rechnen Arbeitnehmervertreter von Galeria Karstadt Kaufhof intern damit, dass bis zu 60 der gut 170 Standorte in Deutschland schließen könnten.

Aktuell werden laut dem Magazin die einzelnen Standorte analysiert und auf ihre Wirtschaftlichkeit überprüft. Wie viele Häuser tatsächlich schließen, hänge auch vom Entgegenkommen der Vermieter ab. Der Konzern will die Mieten drücken, was im Rahmen des Schutzschirmverfahrens möglich sei. Die Gespräche dazu sollen bereits laufen.

Anfang April hatte Galeria Karstadt Kaufhof mitgeteilt, dass es im Zusammenhang mit den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-bedingten Ladenschließungen vor dem Amtsgericht Essen einen Antrag auf Einleitung eines Schutzschirmverfahrens gestellt habe. Der Schutzschirm gelte auch für die Tochtergesellschaft Karstadt Sports.

Mehr als 80 Millionen Euro Verlust pro Woche

Ziel des Schutzschirmverfahrens in Eigenverwaltung sei die Nutzung bestehender rechtlicher Möglichkeiten, um die behördlich angeordneten Filialschließungen und die damit verbundenen hohen Umsatzausfälle ohne eine massive Neuverschuldung zu bewältigen.

Durch die seit dem 18. März aufgrund der Corona-Krise geschlossenen Warenhäuser erwartet der Konzern Umsatzausfälle von mehr als 500 Millionen Euro bis Ende April, mehr als 80 Millionen Euro pro Woche.

Der österreichische Eigentümer Signa hat laut Mitteilung Anfang April den Konzern mit 140 Millionen Euro unterstützt und werde zusätzliche Beträge in dreistelliger Millionenhöhe zur Verfügung stellen. Zuvor hatte Signa für die Neuausrichtung der Warenhäuser in den vergangenen Monaten mehr als 500 Millionen Euro investiert.

Quelle: ntv.de, jpe/DJ