Wirtschaft

Teurere Briefe bei der Post Berlin macht Weg frei für höheres Porto

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Medienberichten zufolge könnte der Preis für die Briefmarke auf mehr als 80 Cent steigen.

(Foto: dpa)

Der 70-Cent-Standardbrief ist wohl bald Geschichte. Die Bundesregierung beschließt eine Änderung der Berechnungsgrundlage für die Portogebühren. Die Mehrkosten für die Verbraucher könnten erheblich sein. Und das ist nicht der einzige Kritikpunkt.

Das Porto der Deutschen Post für einen Standardbrief dürfte bald deutlich steigen. Die Regierung beschloss eine Änderung der Post-Entgeltregulierungsverordnung, die letztlich auch entscheidend für die Portohöhe ist. Die Bundesnetzagentur als Genehmigungsbehörde muss der Post durch die neuen Vorgaben nun einen größeren Preiserhöhungsspielraum einräumen.

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Das zuständige Bundeswirtschaftsministerium hatte die Änderung der Verordnung Mitte Februar angekündigt und damals erklärt, mit einem Anstieg von derzeit 70 auf 90 Cent Porto pro Standardbrief sei in diesem Jahr nicht zu rechnen. Wie hoch die künftige Portoerhöhung ausfallen könnte, ist laut Ministerium noch nicht absehbar. Medienberichten zufolge könnte der Preis für die Briefmarke auf mehr als 80 Cent steigen.

Mit Änderung der Verordnung, die bereits nach Veröffentlichung in Kraft tritt, wird der Gewinnzuschlag für die Post anders berechnet. Bislang orientierte sich dieser Zuschlag an Postdienstleistern in ganz Europa. Künftig werden kleine Postunternehmen wie auf Malta oder Zypern oder reine Staatsunternehmen wie in Rumänien ausgenommen. Damit werde eine Vergleichbarkeit hergestellt, sagt eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums. "Damit erhöht sich die Möglichkeit des Gewinnzuschlags."

Der Linken-Bundestagsabgeordnete Pascal Meiser, Mitglied im Beirat der Bundesnetzagentur, mahnte, Portoerhöhungen seien nur dann akzeptabel, wenn die zusätzlichen Einnahmen nachweislich für bessere Arbeitsbedingungen für die Briefträger und eine bessere Qualität bei der Postzustellung verwendet würden. "Portoerhöhungen, die einzig die Milliardengewinne des Postkonzerns steigern, sind inakzeptabel."

Quelle: n-tv.de, psc/AFP

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