Wirtschaft

Krisenbank Monte dei Paschi Berlin mosert über Italiens Rettungsplan

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(Foto: AP)

Fast 9 Milliarden Euro beträgt die Lücke im Kapitalpuffer der italienischen Bank Monte dei Paschi di Siena. Die Regierung in Rom will rettend eingreifen. Doch das Bundesfinanzministerium pocht auf die Einhaltung der EU-Regeln.

Das Bundesfinanzministerium sieht die Pläne der italienischen Regierung zur Rettung der drittgrößten Bank Monte dei Paschi di Siena kritisch. Es pocht auf die Einhaltung der in der Europäischen Union vereinbarten Verfahren.

Banco Monte dei Paschi di Siena
Banco Monte dei Paschi di Siena 1,53

"Europäische Zentralbank und EU-Kommission müssen konsequent prüfen und sicherstellen, dass die europäischen Regeln von den italienischen Behörden eingehalten werden", sagte ein Sprecher des Finanzministeriums. "Eine vorsorgliche staatliche Rekapitalisierung von Banken kann nur im Ausnahmefall unter engen Voraussetzungen Teil einer Lösung sein. Auch dann müssten Eigentümer und Nachranggläubiger zuerst herangezogen werden", fügte er hinzu. Die jeweilige Bank müsse solvent sein. "Staatliche Mittel dürfen nicht zur Deckung absehbarer Verluste verwendet werden. Eine Umgehung dieser Regeln darf es nicht geben."

Monte dei Paschi droht unter einem Berg fauler Kredite zusammenzubrechen. Die EZB beziffert die Lücke im Kapitalpuffer auf 8,8 Milliarden Euro.

Die Regierung in Rom hatte vor Weihnachten einen 20 Milliarden Euro schweren Fonds zur Stabilisierung des italienischen Bankensektors ins Leben gerufen, der zunächst zur Rettung der Bank verwendet werden soll. Die italienischen Pläne sind bereits vom Chef der deutschen Wirtschaftsweisen, Christoph Schmidt, und mehreren Unionspolitikern kritisiert worden.

Quelle: ntv.de, wne/rts