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Mieterdaten zu lange gespeichert Berlin straft Deutsche Wohnen ab

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Allein in Berlin hat die Deutsche Wohnen einen Bestand von mehr als 100.000 Wohnungen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bereits im März stellt das Land Berlin fest, dass die Deutsche Wohnen Daten ihrer Mieter zu lange speichert. Doch auch Monate nach der Aufforderung, daran etwas zu ändern, bleibt das Problem bestehen. Das muss die Immobilienfirma nun teuer bezahlen.

Die Immobilienfirma Deutsche Wohnen muss in Berlin eine Strafe in Millionenhöhe zahlen. Die Datenschutzbeauftragte der Hauptstadt erließ einen Bußgeldbescheid von 14,5 Millionen Euro, weil das Unternehmen Nutzerdaten zu lange speichert. Bereits im Juni 2017 sei festgestellt worden, dass das Unternehmen personenbezogene Daten von Mietern archiviert habe, bei dem nicht mehr erforderliche Daten nicht gelöscht werden konnten, teilte die Behörde mit.

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Bis zu einer Untersuchung vor Ort im März dieses Jahres habe sich an dem Zustand trotz Aufforderung kaum etwas geändert. Der bereits am 30. Oktober erlassene Bußgeldbescheid sei noch nicht rechtskräftig, teilte die Behörde mit. Das Unternehmen könne noch Einspruch einlegen. Eine Stellungnahme der Deutsche Wohnen liegt bislang nicht vor.

Das Unternehmen habe die beanstandete Archivstruktur bewusst angelegt und die betroffenen Daten über einen langen Zeitraum unzulässig verarbeitet, begründete die Behörde die Höhe der Strafzahlung. Solchen "Datenfriedhöfen" begegneten die Datenschützer in ihrer Aufsichtspraxis "leider häufig", sagte die Berliner Beauftragte Maja Smoltczyk. Im vorliegenden Fall handele es sich um einen "eklatanten Verstoß gegen die Grundsätze des Datenschutzes".

Bußgeld von Jahresumsatz abhängig

Überdies verhängten die Datenschützer noch weitere Bußgelder zwischen 6000 und 17.000 Euro wegen unzulässiger Speicherung von personenbezogenen Daten von Mieterinnen und Mietern in 15 konkreten Fällen. Die Deutsche Wohnen ist eine börsennotierte Wohnungsgesellschaft, die allein in Berlin einen Bestand von mehr als 100.000 Wohnungen hat.

Zur Berechnung der Höhe der Strafzahlungen sei unter anderem der weltweit erzielte Vorjahresumsatz des Unternehmens herangezogen worden, hieß es. Die Deutsche Wohnen SE habe für 2018 einen ausgewiesenen Jahresumsatz von über einer Milliarde Euro erzielt, demnach hätte das Bußgeld bis zu 28 Millionen Euro betragen können.

Quelle: n-tv.de, fzö/dpa

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