Wirtschaft

Kurz vor Future-Start Bitcoin-Ausschläge werden heftiger

Von 16.000 auf 20.000 und dann wieder zurück auf 14.500 US-Dollar: Der Handel mit der Kryptowährung Bitcoin wird zunehmend nervöser. Grund sind die Terminkontrakte. Am Sonntag soll es den ersten Bitcoin-Future geben.

Kurz vor dem Start von Terminkontrakten auf die Digitalwährung Bitcoin steigt die Nervosität am Markt von Minute zu Minute. Zudem traten einmal mehr die technischen Probleme beim Handel mit Kryptowährungen offen zu Tage. So stieg der Bitcoin auf dem Handelsplatz Coinbase am Donnerstagabend innerhalb von 90 Minuten erst von 16.000 auf fast 20.000 US-Dollar, um dann wieder alle Gewinne abzugeben. Zeitweise konnte über Coinbase nicht gehandelt werden, auch andere Marktbetreiber berichteten von Schwierigkeiten und zunehmenden Attacken von Hackern.

Am Freitagmorgen verbilligte sich der Bitcoin um zwölf Prozent auf rund 14.500 Dollar. Trotz des Kursrutsches beträgt das Plus in dieser Woche noch immer mehr als 30 Prozent.

Vergangenen Freitag hatte die US-Behörde CFTC grünes Licht für Bitcoin-Futures gegeben. Die US-Börse CBOE will Sonntag den ersten Bitcoin-Future in den Handel bringen, eine Woche später will die Chicago Mercantile Exchange (CME) folgen. Mit Future-Kontrakten werden Rohstoffe oder Finanzprodukte zu einem vorab festgelegten Preis zu einem bestimmten künftigen Zeitpunkt gehandelt. Dadurch können sich Käufer und Verkäufer gegen Preisschwankungen absichern. Es sind aber auch Spekulationen auf Kursentwicklungen möglich - auch auf einen Wertverfall.

Die hohen Ausschläge am Donnerstag waren bei anderen Handelsplätzen nicht zu sehen - auch ein Zeichen dafür, dass es in der kommenden Woche bei den verschiedenen Bitcoin-Märkten mit dem Start von Futures an etablierten Börsen wie der CBOE oder Chicago Mercantile Exchange (CME) weiter zu Marktverwerfungen kommen dürfte.

Hinter dem Bitcoin stehen weder Regierungen noch Zentralbanken. Über den Preis entscheiden allein Angebot und Nachfrage. Das virtuelle Geld kann anonym transferiert werden und wird deshalb oft mit kriminellen Machenschaften in Verbindung gebracht.

Quelle: n-tv.de, wne/dpa/rts

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