Wirtschaft

Anleger machen Kasse Bitcoin beendet Höhenflug vorerst

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Das Image des Bitcoin hat sich im vergangenen Jahr verbessert.

(Foto: REUTERS)

Der Höhenflug von Bitcoin kennt offenbar keine Grenzen. Binnen weniger Wochen knackt die wichtigste Cyber-Devise die Marken von 20.000, 30.000 und 40.000 Dollar. Damit hat sich der Kurs seit Mitte September 2020 vervierfacht. Nun machen Anleger erstmals Kasse.

Nach dem jüngsten Höhenflug nutzen Bitcoin-Anleger die Gelegenheit für Gewinnmitnahmen. Die älteste und wichtigste Cyber-Devise verbilligte sich zwischenzeitlich um acht Prozent auf 36.578 Dollar, nachdem sie am Donnerstag erstmals die Marke von 40.000 Dollar übersprungen hatte.

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Kurskapriolen sind bei Bitcoin keine Seltenheit, da hinter der Cyber-Devise kein Staat oder eine Notenbank steht, die bei Bedarf eingreift. Hier regeln allein Angebot und Nachfrage den Kurs. Erst Mitte Dezember 2020 hatte die Kryptowährung die Marke von 20.000 und kurz darauf die Schwelle von 30.000 Dollar überwunden.

Der drastische Kursanstieg erfasst mittlerweile auch andere Digitalwährungen und lässt das gesamte Marktvolumen erstmals über eine Billion Dollar steigen. Befeuert werde diese Rally von der Angst der Anleger, weitere Kursgewinne zu verpassen, sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. "Mit einem gesunden Aufstieg hat die aktuell zu beobachtende Hausse aber nicht mehr viel gemeinsam." Andere Börsianer warnen ebenfalls vor einem Rücksetzer, weil der Markt heißgelaufen sei.

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Erdacht während der großen Finanzkrise 2008, haftet dem Bitcoin seit jeher ein zweifelhafter Ruf an. Kritiker monieren, die Digitalwährung könne aufgrund anonymer Zahlungsprozesse leicht für kriminelle Zwecke missbraucht werden. Dazu passt, dass der Bitcoin seit Anbeginn von Finanz- und Betrugsskandalen begleitet wird.

Das Image des Bitcoin hat sich im vergangenen Jahr jedoch verbessert. Einer Art Ritterschlag kam es gleich, dass der große Bezahldienst Paypal seinen US-Kunden den Handel mit Kryptowährungen ermöglicht hat. In diesem Jahr sollen auch Transaktionen in Bitcoin und anderen Digitalwährungen, von denen es mittlerweile Tausende gibt, möglich werden.

Quelle: ntv.de, mba/dpa