Wirtschaft

Kurs schießt nach oben Bitcoin knackt Rekordhoch

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In diesem Jahr hat sich Bitcoin um 120 Prozent verteuert.

(Foto: REUTERS)

Bitcoin steigt erstmals über 66.000 Dollar. Damit summiert sich das Plus der vergangenen vier Wochen auf rund 50 Prozent. Das Krypto-Projekt werde "salonfähig", sagt ein Analyst.

Bitcoin hat ein neues Allzeithoch erreicht. Der Kurs schoss auf 66.359 Dollar, danach ging es allerdings wieder etwas abwärts. Den bisherigen Höchststand hatte Bitcoin im April erreicht. Getrieben wurde der Kurs offenbar vom erfolgreichen Start des ersten börsengehandelten Bitcoin-Fonds in den USA. Dieser bildet allerdings nicht den Bitcoin selbst ab, sondern Terminkontrakte auf die Kryptowährung.

"Die Preisfantasien der Anleger haben nun neue Nahrung erhalten", so Timo Emden von Emden Research. Die Schleusen des ETF-Marktes seien für den Krypto-Markt spätestens seit Dienstag geöffnet. Der erste Bitcoin-ETF an der Wall Street könnte laut Emden Kryptowährungen endgültig "salonfähig" machen. Dies sei ein Schritt in Richtung Massenakzeptanz von Bitcoin, sagt auch UBS-Analyst Mark Haefele. "Während wir in der Technologie, die digitalen Vermögenswerten zugrunde liegt, Wachstumschancen sehen, halten wir ein direktes Engagement in Kryptowährungen nur für sehr risikotolerante und spekulative Anleger für geeignet."

In diesem Jahr hat Bitcoin satte 120 Prozent zugelegt. Als wesentliche Gründe hierfür gelten die weltweit hohe Liquidität und die niedrigen Zinsen. Viele Investoren wissen nicht, wohin mit ihrem Geld. Für einige spielt beim Bitcoin reine Zockerei eine Rolle, andere sehen die Kryptowährung auf dem Weg in den Mainstream. Sie rechnen deshalb mit weiterer Nachfrage und noch mehr Kursgewinnen. Hinzu kommt, dass Bitcoin von der global hohen Inflation profitiert, statt in Gold investieren Anleger zum Teil in Kryptowährungen.

Bitcoin-ETF am Start

Der Kursverlauf des Bitcoins gleicht aber auch immer wieder einer Achterbahnfahrt. Im Juni stürzte er unter die Marke von 30.000 Dollar. Er litt unter Kritik am immensen Stromverbrauch beim Schöpfen neuer Bitcoins sowie dem Vorgehen chinesischer Behörden.

Am Dienstag hatte der ProShares Bitcoin Strategy ETF seinen ersten Handelstag an der Wall Street mit einem Plus von 2,5 Prozent bei 41,91 Dollar abgeschlossen. Allerdings gehe der größte Teil des Handelsvolumens bislang auf das Konto kurzfristig orientierter Investoren und von Kleinanlegern, sagte Analyst Jeffrey Halley vom Brokerhaus Oanda. "Obwohl ein regulierter börsengehandelter Fonds, der auf regulierten Termingeschäften basiert, gut in die Mandate vieler institutioneller Anleger passt, vermute ich, dass sie noch eine Weile warten werden, bevor sie sich ins kalte Wasser wagen."

Quelle: ntv.de, jga/dpa/rts

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