Wirtschaft

Anhaltender Höhenflug Bitcoin knackt erstmals 30.000-Dollar-Marke

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Digitalwährungen wie Bitcoin rücken immer stärker in den Fokus großer Finanzinvestoren.

(Foto: picture alliance/dpa)

In den vergangenen Jahren litt Bitcoin teilweise unter extremen Kursschwankungen. So brach der Kurs der Digitalwährung in kurzer Zeit um etwa 70 Prozent ein. Seit einem Jahr etwa erlebt sie jedoch einen Höhenflug. Nun steigt der Wert sogar erstmals auf mehr als 30.000 Dollar.

Die Digitalwährung Bitcoin setzt ihre Rekordjagd auch im neuen Jahr fort. Am Nachmittag stieg der Bitcoin-Kurs erstmals in seiner Geschichte bis auf 31.502,77 Dollar (knapp 26.000 Euro). Das teilte die Finanznachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Daten mehrerer Handelsplattformen mit. Damit verteuerte sich der Bitcoin seit Beginn des neuen Jahres um weitere 2000 Dollar oder sieben Prozent. Auf anderen Handelsplätzen, von denen es zahlreiche gibt, können die Rekordstände abweichen, da es keinen zentralen Bitcoin-Handel gibt.

Der jüngste Höhenflug des Bitcoin ist atemberaubend. Gestartet zu Jahresbeginn 2020 mit etwa 8000 Dollar, fiel der Kurs während der ersten Corona-Welle im Frühjahr zunächst auf weniger als 4000 Dollar. Danach begann ein langsamer Anstieg, der sich im Herbst stark beschleunigte. Seit Ende September kletterte der Kurs inzwischen um mehr als 20.000 Dollar oder fast 190 Prozent. Beim Handelsstart im Februar 2009 war die erste dezentralisierte Kryptowährung nur ein paar Cent wert gewesen.

Paypal verhalf zu neuen Höhenflug

Der Bitcoin ist die älteste und mit Abstand bekannteste Digitalwährung. Zuletzt hatten Experten die Marktkapitalisierung auf etwa 550 Milliarden Dollar geschätzt. Für den Anstieg des Bitcoin auf das aktuelle Rekordhoch kurz nach dem Jahreswechsel gibt es keine passende Begründung. Für den jüngsten Höhenflug wird am Markt aber immer wieder angeführt, dass die Digitalwährung zuletzt stärker in den Fokus großer Finanzinvestoren gerückt sei und stärker nachgefragt werde.

Vor allem die Ankündigung des Bezahldienstes Paypal, seinen Kunden das Bezahlen mit Bitcoins zu ermöglichen, hatte am 21. Oktober 2020 einen enormen Nachfrageschub zu Folge. Gesteigert wird das Interesse an Digitalwährungen auch durch die Corona-Pandemie und die mit ihr einhergehende stark steigende Staatsverschuldung. Einige Anleger fürchten deswegen eine mittel- bis längerfristig steigende Inflation, wogegen sie sich mit alternativen Anlagen absichern wollen. Experten warnen allerdings auch vor den extremen Kursschwankungen beim Bitcoin. So war der Kurs der Digitalwährung vor drei Jahren in kurzer Zeit um etwa 70 Prozent eingebrochen.

Hinter der Digitalwährung steckt die Idee einer Währung, die unabhängig von Staaten, Zentralbanken und der Geldpolitik existiert. Anders als klassische Währungen werden digitale Zahlungsmittel nicht von einer zentralen Stelle kontrolliert, auch Buchungen müssen nicht von einer zentralen Stelle bestätigt werden.

Quelle: ntv.de, lri/dpa/AFP

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