Wirtschaft

Dreamliner-Bestellung aus Japan Boeing fährt ersten Auftrag des Jahres ein

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Die japanische Airline ANA will auch in Zukunft auf den Dreamliner von Boeing setzen.

(Foto: REUTERS)

Das Jahr beginnt für Boeing denkbar schlecht. Das Debakel um die Unglücksflieger vom Typ 737 Max setzt dem US-Flugzeugbauer weiter zu. Doch nach einer langen Durststrecke vermeldet eine japanische Airline Interesse an Maschinen des Konzerns.

Gute Nachrichten für den kriselnden US-Flugzeugbauer Boeing: Die japanische Airline ANA hat bis zu 20 weitere Maschinen des Langstrecken-Fliegers 787 Dreamliner bestellt. Die neuen Flugzeuge sollen die bisherigen Maschinen vom Typ Boeing 777 ersetzen, teilte ANA mit. Wie viel die japanische Fluggesellschaft für die neuen Maschinen bezahlt, ist bislang offen. Der Listenpreis beläuft sich auf insgesamt mehr als fünf Milliarden Dollar (4,6 Milliarden Euro).

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Boeing 216,50

Das Langstrecken-Flugzeug fasst je nach Version 250 bis 340 Passagiere. ANA bestellte elf Maschinen des langen Modells 787-10 sowie vier kürzere 787-9 und vereinbarte eine Option für den Kauf von weiteren fünf 787-9-Flugzeugen. Die erste Maschine soll ab April 2022 ausgeliefert werden.

Mit den neuen Modellen will das japanische Unternehmen nach eigenen Angaben auch einen Beitrag zur Lärmreduzierung und zum Umweltschutz leisten. Bereits zuvor hatte ANA 83 Flugzeuge vom Typ 787 bestellt. Die Maschinen sollen bis Mitte des Jahrzehnts vollständig ausgeliefert werden.

Boeing hatte wegen der schweren Probleme mit der 737 Max im vergangenen Jahr ein Minus von 636 Millionen Dollar verzeichnet. Seit März gilt ein weltweites Flugverbot für die 737 Max, nachdem bei zwei Abstürzen von Maschinen dieses Typs in Indonesien und Äthiopien insgesamt 346 Menschen ums Leben gekommen waren. Im Januar dieses Jahres hatte Boeing keinen einzigen Auftrag an Land ziehen können - das erste Mal seit Jahrzehnten.

Quelle: ntv.de, fzö/AFP/rts