Wirtschaft

Nach zwei Abstürzen Boeing plant 737-Max-Neustart im Januar

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Boeing will seine 737-Max-Maschinen ab Januar wieder abheben lassen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der amerikanische Konzern Boeing rechnet damit, dass seine nach zwei Abstürzen mit Flugverboten belegten Modelle des Typs 737 Max ab Januar wieder abheben dürfen. Damit weicht der Flugzeugbauer vom ursprünglichen Plan ab.

Der US-Flugzeugbauer Boeing hat die Wiederaufnahme des Flugverkehrs seiner 737-Max-Maschinen verschoben. Das Unternehmen geht davon aus, dass der kommerzielle Einsatz der Flugzeuge ab Januar wieder möglich sein wird. Zuvor hatte das Unternehmen eine Wiederaufnahme des Einsatzes im Dezember geplant.

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Die Auslieferung von 737-Max-Maschinen an Kunden könnte aber bereits im Dezember wieder aufgenommen werden, erklärte Boeing. Voraussetzung dafür ist die Zertifizierung der aktualisierten Kontrollsoftware durch die US-Luftfahrtbehörde FAA, die Boeing noch in diesem Quartal anstrebe, teilte das Unternehmen mit.

Derzeit werde noch an der "endgültigen Bestätigung der aktualisierten Trainingsanforderungen" gearbeitet, erklärte Boeing. Dies müsse abgeschlossen sein, bevor die 737 Max wieder in den kommerziellen Einsatz kommen können.

Damit dürften die 737 Max in diesem Jahr weiter am Boden bleiben. Ob und wann die Maschinen wieder starten dürfen, ist von internationalen Aufsichtsbehörden abhängig. Eine mehrtägige Überprüfung der Software im Simulator sei mit der FAA durchgeführt worden, erklärte Boeing. Software-Probleme gelten als eine entscheidende Ursache von zwei Abstürzen mit insgesamt 346 Todesopfern. Die Startverbote machen den Airlines zu schaffen. Zahlreiche Flüge fallen deshalb aus. American Airlines kündigte vergangene Woche an, 737-Max-Flüge bis Anfang März zu streichen.

Boeing ist nach zwei Flugzeugunglücken mit dem Maschinentyp 737 Max in eine tiefe Krise geraten. Seit März gilt für die entsprechenden Modelle ein weltweites Flugverbot. Im März war eine Maschine von Ethiopian Airlines kurz nach dem Start in Addis Abeba abgestürzt. Ende Oktober vergangenen Jahres war zudem ein Lion-Air-Flugzeug des gleichen Typs vor der indonesischen Insel Java abgestürzt. Ermittler vermuten, dass die Unglücke mit einem Stabilisierungssystem zusammenhängen, das bei einem drohenden Strömungsabriss die Flugzeugnase nach unten drückt.

Quelle: n-tv.de, uzh/AFP/dpa