Wirtschaft

Pause auf unbestimmte Zeit Boeing verlängert Produktionsstopp

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Wegen der Corona-Krise hat Boeing bereits ein Abfindungsprogramm für seine Mitarbeiter angekündigt.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Corona-Krise setzt Flugzeugbauer Boeing unter Druck. Eine zunächst auf zwei Wochen begrenzte Produktionspause verlängert der Konzern nun. Wann die Bänder im US-Bundesstaat Washington wieder anlaufen sollen, teilt der Airbus-Rivale nicht mit.

Boeing dehnt den wegen der Corona-Krise verhängten Produktionsstopp an seinem Hauptwerk im US-Bundesstaat Washington für unbestimmte Zeit aus. Die Fabrik in Everett und auch die anderen Werke in dem Westküstenstaat bleiben bis auf Weiteres geschlossen, wie der US-Flugzeugbauer mitteilte. Der Produktionssstopp gilt bereits seit dem 25. März und war zunächst auf zwei Wochen begrenzt gewesen.

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In dem Werk in Everett stellt Boeing die 747, 767, 777 und einen Teil der 787 her. Insgesamt beschäftigt Boeing im Bundesstaat Washington rund 70.000 Menschen. Nicht alle sind von dem Produktionsstopp betroffen. Verwaltungspersonal kann von zu Hause aus die Arbeit fortsetzen.

Der schon vor Pandemie stark angeschlagene Konzern hat die US-Regierung um Finanzhilfen gebeten, um die Corona-Krise durchzustehen, die zu einem weltweiten Einbruch des Flugverkehrs geführt hat. Die US-Luftfahrtbranche kann auf Milliardenkredite aus einem gigantischen Rettungspaket hoffen, das vom Kongress beschlossen und Präsident Donald Trump unterzeichnet wurde.

Boeing war schon vor der Corona-Krise durch die weltweiten Flugverbote für die 737 Max in eine schwere Krise gestürzt worden. Die Flugverbote waren nach zwei Abstürzen von Maschinen dieses Typs verhängt worden. Wegen der Corona-Krise kündigte der Konzern vor einigen Tagen ein Abfindungsprogramm an. Es soll Mitarbeiter ermutigen, das Unternehmen freiwillig zu verlassen.

Quelle: ntv.de, jpe/AFP