Wirtschaft

Miese Prognose Börse straft Meinungsforscher ab

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Die Meinungsforscher haben sich kräftig geirrt. Einen deutlichen Sieg der Konservativen hatten sie nicht auf dem Zettel.

(Foto: REUTERS)

Während die Londoner Börse kräftige Gewinne verzeichnet, geben die Papiere eines Meinungsforschungsinstituts nach. Es hatte bei seiner Wahl-Prognose kräftig danebengelegen. Einer der Groß-Aktionäre dürfte sich dennoch über den Ausgang der Wahl freuen.

Nach dem Wahlsieg der britischen Konservativen geht es an der Londoner Börse deutlich nach oben. Zu den wenigen Ausnahmen gehört eine Aktie: Yougov. Das Meinungsforschungsinstitut hat bei seiner Prognose kräftig danebengelegen und unklare Mehrheitsverhältnisse vorhergesagt. Stattdessen setzten sich die Tories von David Cameron klar durch, der Premier kann künftig sogar ohne Koalitionspartner regieren.

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Auch die Konkurrenz hatte das nicht vorhergesehen, aber die Unternehmen sind nicht an der Börse notiert. Während der Londoner Leitindex FTSE im Verlauf 1,6 Prozent zulegte, tendierte das Papier von Yougov leicht im Minus.

Einer der Aktionäre dürfte dennoch zufrieden sein: Nadhim Zahawi. Er ist einer der Mitgründer von Yougov und hat seinen Parlamentssitz verteidigt, indem er sich im Distrikt Stratford-on-Avon durchsetzte. Deren Verwaltungssitz ist das Shakespeare-Städtchen Stratford-upon-Avon. Und wie heißt der andere Yougov-Gründer, der das Unternehmen führt? Stephan Shakespeare.

Während sich Yougov am unteren Ende des Kurszettels wiederfanden, gehörten Aktien von Immobilienunternehmen zu den größten Gewinnern. Händler führten das darauf zurück, dass es bei einem Wahlsieg Labours wohl zu einer Extra-Steuer für Wohnungen oder Häuser im Wert von mehr als zwei Millionen Pfund gekommen wäre. Foxtons, dessen Makler von der "Financial Times" als "Sturmtruppen der Gentrifizierung Londons" bezeichnet werden, kletterten um 8 Prozent, Berkely um 9,1 Prozent. Savills gewannen 8,6 Prozent, Rightmove 3 Prozent und Zoopla 6,9 Prozent an Wert.

Quelle: n-tv.de, jga

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