Wirtschaft

Modelle der 3er-Reihe betroffen Brandgefahr: BMW ruft 430.000 Autos zurück

Der 3er ist das meistverkaufte Auto aus dem Hause BMW. Das Mittelklasse-Modell wurde im vergangenen Jahr aufgefrischt. Mit 87.302 zugelassenen Einheiten stellt er mehr als 30 Prozent des BMW-Absatzes.

Es geht um die Modellreihen E90 bis E93.

60 Minuten soll die Reparatur nur dauern, ohne sie droht aber im schlimmsten Fall ein Feuer. Wegen Brandgefahr muss BMW beinahe eine halbe Million Fahrzeuge in Vertragswerkstätten überprüfen und reparieren lassen. Dabei geht es um Baureihen aus den Jahren 2004 bis 2012.

BMW ruft wegen Brandgefahr 430.000 Fahrzeuge in Deutschland zurück in die Vertragswerkstätten. Der bayerische Automobilhersteller reagiert damit auf eine bereits seit Ende 2017 bekannte Warnung für die zwischen Juli 2004 und Juni 2012 gefertigten Fahrzeuge der 3er-Reihe. Betroffen sind die Modelle mit den internen Bezeichnungen E90 bis E93. Der Konzern bestätigte dies gegenüber dem "Focus".

Dem Bericht zufolge handelt es sich bei der betroffenen Stelle um eine Steckverbindung vom Kabelbaum zum Gebläseregler der Heizungs- und Klimaanlage. Diese könne der Antwort von BMW zufolge durch Reibkorrosion überhitzen. Das wiederum führe möglicherweise zu Kurzschlüssen, zu einem Schmelzen des Steckkontakts oder, heißt es weiter, "in seltenen Fällen" zu einem "thermischen Ereignis", wie der "Focus" zitiert. Diese Brandgefahr betreffe nicht nur laufende, sondern auch abgestellte Fahrzeuge.

Zur Behebung des Problems ist laut BMW ein rund 60-minütiger Besuch der Werkstatt ausreichend. Für den Rückruf hat der Weltkonzern drei Aktionscodes vergeben, diese lauten "0061830500", "0061660400" und "0061830400". Die Vertragswerkstätten prüfen demnach die Steckverbindung und überholen diese. Auch ein Austausch des Gebläsereglers könne notwendig sein. Neben den rund 430.000 betroffenen Modellen in Deutschland seien außerhalb weitere 115.000 Exemplare vom Rückruf eingeschlossen.

In Nordamerika gab es eine entsprechende Austausch-Aktion bereits seit Mitte 2018, wo mehr als 800.000 BMW-Fahrzeuge begutachtet und ausgebessert werden mussten. Als Begründung für den zeitlichen Verzug nannte die Konzernsprecherin demnach, dieser sei "aufgrund diverser Feldsituationen und unterschiedlicher behördlicher Anforderungen" entstanden, zuvor waren dem Bericht zufolge auch der 1-er, der X5 und der X6 betroffen. Aktuell sei eine derartige Maßnahme für weitere Baureihen nicht notwendig.

Quelle: ntv.de, tsi