Wirtschaft

"Alarmstufe Rot" wegen Brexit Britische Autoproduktion sinkt kräftig

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Bentley-Produktion im englischen Crewe.

(Foto: imago/IPON)

Eine große Unsicherheit erfasst den britischen Autosektor. Die Furcht vor einem harten Brexit macht den Herstellern schwer zu schaffen. Der Herstellerverband SMMT vermeldet bereits jetzt einen großen Schaden.

Die Autoproduktion in Großbritannien ist im vergangenen Jahr auf ein Fünfjahrestief abgesackt. Wie der Herstellerverband SMMT mitteilte, wurden 2018 mit 1,5 Millionen Neuwagen 9,1 Prozent weniger produziert als 2017. Im Dezember alleine brach die Autoproduktion um 22,4 Prozent auf 78.106 Einheiten ein.

Der Verband warnte nachdrücklich vor den Folgen eines ungeregelten Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union. Aus Furcht vor einem sogenannten harten Brexit seien die Investitionen in die Autobranche bereits um 46,5 Prozent auf 588,6 Millionen Pfund eingeknickt.

"Die Branche befindet sich in Alarmstufe Rot", sagte SMMT-Chef Mike Hawes. "Die Unsicherheit rund um den Brexit hat bereits enormen Schaden bei der Produktion, den Investitionen und den Arbeitsplätzen angerichtet." Dies sei aber nichts im Vergleich zu dem, was bei einem ungeordneten Brexit auf die Branche zukomme.

Nach Angaben des Verbandes machte sich der Abschwung am stärksten auf dem Heimatmarkt bemerkbar: So sei die Jahresproduktion für den inländischen Markt um 16,3 Prozent zurückgegangen, während die Produktion für den Export bestimmter Fahrzeuge um 7,3 Prozent gefallen sei. Hawes sagte, die Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Brexit habe dem britischen Autosektor bereits erheblichen Schaden zugefügt.

Quelle: n-tv.de, wne/DJ/dpa

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