Wirtschaft

Notenbank hebt Prognose für 2017 an Britische Wirtschaft trotzt dem Brexit

A sign is displayed outside the Bank of England in London, Britain August 4, 2016.   REUTERS/Neil Hall

Das Emblem der traditionsreichen Bank of England

(Foto: REUTERS)

Brexit, welcher Brexit? Die britische Wirtschaft wächst im laufenden Jahr viel stärker als erwartet. Die Bank of England korrigiert ihre Prognose deutlich nach oben. Das hat auch mit einer Entscheidung der Regierung May zu tun.

Die britische Notenbank hat trotz aller Unsicherheiten rund um den Brexit ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr deutlich angehoben. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde um 2,0 Prozent zulegen, teilte die Bank of England mit - noch vor drei Monaten hatte sie lediglich 1,4 Prozent vorausgesagt. Auch die Prognosen für die nächsten Jahre hob sie leicht an: von 1,5 auf 1,6 Prozent für 2018 und von 1,6 auf 1,7 Prozent für 2019.

Grund für die besseren Aussichten seien die höheren Staatsausgaben, die die Regierung im November angekündigt hatte, erklärte die Bank of England. Weitere Faktoren seien eine stabile weltwirtschaftliche Lage, gute Entwicklungen auf den weltweiten Aktienmärkten und günstige Kredite.

Die Notenbank sieht bisher außerdem keine Anzeichen dafür, dass die Konsumausgaben als Reaktion auf das Brexit-Referendum vom Juni zurückgehen. "Die Inlandsnachfrage war in den vergangenen Monaten höher als erwartet", erklärte die Bank of England. Allerdings werde sich das Tempo wohl verlangsamen. "Weiterhin moderate Lohnerhöhungen und höhere Importpreise wegen der Abwertung des Pfunds werden wahrscheinlich in den nächsten Jahren zu niedrigeren realen Haushaltseinkommen führen."

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Quelle: n-tv.de, shu/AFP

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