Wirtschaft

Berkshire investiert Milliarden Buffett legt bei Apple nach

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Nach Aussage von Warren Buffett stellt Apple ein Verbraucherprodukt her, "das er versteht".

(Foto: AP)

Investorenlegende Buffett beginnt erst spät, Apple-Aktien zu kaufen. Dafür legt er nun noch einmal mehr als zwei Milliarden Dollar nach. Auch bei Goldman Sachs greift Buffett zu, während er seinen Anteil bei einer anderen Großbank reduziert.

Die Beteiligungsgesellschaft von Warren Buffett, Berkshire Hathaway, hat im zweiten Quartal ihre Beteiligungen am Technologiekonzern Apple aufgestockt und auch bei Goldman Sachs abermals zugegriffen. Bei den Banken hatte Berkshire auch US Bancorp auf der Einkaufsliste. Getrennt hat sich Berkshire unterdessen von Aktien der Wells Fargo.

Berkshire zieht es vor, die meisten seiner Beteiligungen unter der Schwelle von 10 Prozent zu halten. So will Berkshire die ab einem Anteil von 10 Prozent höheren regulatorischen Anforderungen vermeiden. Diese selbst auferlegte Begrenzung habe die Holding veranlasst, die Beteiligungen in der Banken- und Luftfahrtindustrie anzupassen, erklärte Berkshire Hathaway.

Apple eine der wenigen Techaktien

Nach einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hat Berkshire in dem Dreimonatszeitraum den Bestand an Apple-Aktien um 12,4 Millionen aufgestockt und damit seine Beteiligung bis Ende Juni auf einen Wert von 46,6 Milliarden Dollar erhöht. Berkshire Hathaway hat in der Vergangenheit Investitionen in den Technologiebereich weitgehend vermieden, auch als ein Ansturm auf die Branchenwerte einsetzte. Zu den wenigen Ausnahmen gehört Apple. Nach Aussage von Warren Buffett stellten die Kalifornier nämlich ein Verbraucherprodukt her, "das er versteht".

Berkshire hat wiederholt Aktien des iPhone-Herstellers zum Portfolio hinzugefügt - darunter auch die Anteilsverdopplung Anfang 2017. Zum 31. März war Berkshire nach der Vanguard Group der zweitgrößte Aktionär von Apple und hielt 4,96 Prozent an dem Konzern aus Cupertino.

Im Finanzsektor kaufte Berkshire 2,3 Millionen Aktien von Goldman Sachs und 9,9 Millionen Anteilsscheine der US Bancorp. Von Wells Fargo wurden im zweiten Quartal 4,5 Millionen Aktien veräußert. Im Bereich der Flugbranche wurden den Angaben zufolge Positionen angepasst. Die Beteiligungen an Delta Air Lines und Southwest Airlines wurden erhöht, die von American Airlines und United Continental Holdings reduziert.

Quelle: n-tv.de, mbo/DJ

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