Wirtschaft

Jobs schützen Bund erleichtert Reedereien Schuldentilgung

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Neue Kreuzfahrtschiffe werden oft mit staatlichen Garantien abgesichert.

(Foto: picture alliance / Marcus Brandt)

Wegen der Coronavirus-Pandemie haben Reedereien ihren Betrieb fast vollständig heruntergefahren. Zum Schutz tausender Arbeitsplätze in der Werftindustrie hilft Deutschland der Schiffsbranche jetzt mit Schuldenerleichterungen. Eine Liquiditätskrise soll so vermieden werden.

Mehrere europäische Länder wollen mit Schuldenerleichterungen Arbeitsplätze in der Schifffahrtsbranche sichern. "Wir sorgen für eine Liquiditätsentlastung bei den Kreuzfahrt-Reedereien und stabilisieren damit in der aktuellen Krisensituation die langjährigen Geschäftsbeziehungen der europäischen Werften", sagte der maritime Koordinator der Bundesregierung Norbert Brackmann.

Reedereien könnten jetzt den Antrag stellen, für ein Jahr Schuldentilgungen ihrer mit staatlichen Exportkreditgarantien finanzierten Kreuzfahrtschiffe auszusetzen. Damit wollen Deutschland, Frankreich, Finnland, Italien und Norwegen negative Auswirkungen auf europäische Werften und deren Zulieferer eingrenzen. Wegen der Coronavirus-Pandemie haben Reedereien ihren Betrieb fast vollständig heruntergefahren. Schiffsbestellungen und neue Investitionen in der Branche stehen damit zur Disposition.

Neue Kreuzfahrtschiffe werden oft mit staatlichen Garantien abgesichert. Allein Deutschland sichert laut Bundeswirtschaftsministerium aktuell Zahlungsverpflichtungen für Finanzierungen in Höhe von rund 25 Milliarden Euro ab. Mit den jetzigen Entlastungen will die Bundesregierung auch das Risiko des Ausfalls von Schiffsfinanzierungen verringern.

Quelle: ntv.de, jki/rts