Wirtschaft

Hoffen und Bangen im Zollstreit China bestätigt Reise nach Washington

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Der Handelsstreit zwischen den USA und China schwelt seit über einem Jahr.

(Foto: imago images / Christian Ohde)

Die Handelsgespräche zwischen Washington und Peking sollen in der zweiten Oktoberwoche fortgesetzt werden. Laut chinesischen Regierungsangaben wird Chefunterhändler Liu He hierfür in die USA reisen. Die jüngste Drohung, Chinas Firmen von der Börse auszuschließen, nahm Washington vorerst zurück.

China und die USA wollen schon bald wieder Verhandlungen über ein Ende ihres Handelskrieges aufnehmen. In der zweiten Oktoberwoche werde hierfür eine Delegation mit dem chinesischen Chefunterhändler Vizepremier Liu He an der Spitze nach Washington reisen, berichtet das Handelsministerium in Peking.

Die Gespräche würden im Rahmen des strategischen Wirtschafts- und Handelsdialogs stattfinden, den beide Länder dann zum 13. Mal führen. Er hoffe, dass sich beide Seiten in dieser Verhandlungsrunde aufeinander zu bewegen können, sagte Vizehandelsminister Wang Shouwen. Der Dialog müsse auf der Grundlage von Gleichheit und gegenseitigem Respekt stattfinden.

Vor den neuen Gesprächen gab es zwar einige Gesten des guten Willens auf beiden Seiten, doch auch wieder neue Drohgebärden der USA. Zuletzt drohte chinesischen Firmen ein Börsenverbot in den USA, was nach jüngsten Angaben des Finanzministeriums jedoch wieder verworfen wurde. Ein Ausschluss vom Aktienmarkt werde "zum jetzigen Zeitpunkt" nicht erwogen, sagte eine Ministeriumssprecherin der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Am Freitag hatte es in Regierungskreisen geheißen, dass über einen solchen Schritt nachgedacht werde. Er wäre Teil umfangreicherer Bemühungen, chinesische Investitionen in den USA einzuschränken, hatte eine mit den Überlegungen vertraute Person gesagt. Zuletzt waren nach Angaben der US-Regierung mehr als 150 chinesische Firmen an der Wall Street notiert.

Ein Börsenausschluss dürfte den seit Monaten lodernden Handelsstreit zwischen den beiden größten Wirtschaftsmächten kräftig anheizen. US-Präsident Donald Trump hatte den Handelskrieg aus Protest über das große Handelsdefizit der USA mit China vor über einem Jahr angezettelt. Seitdem überziehen sich die beiden größten Wirtschaftsnationen der Welt mit Strafzöllen, was nicht nur ihre eigenen Volkswirtschaften bremst, sondern auch die globale Konjunktur belastet.

Quelle: n-tv.de, ddi/dpa

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