Wirtschaft

USA an Spitze abgelöst China erstmals größter EU-Handelspartner

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Die EU und China haben ihr Handelsvolumen während der Corona-Krise weiter vergrößert - Chinas Präsidenten Xi Jinping dürfte das freuen.

(Foto: picture alliance / Xinhua News Agency)

China kann die Pandemie und den Zollstreit zwischen der EU und Washington nutzen: Das Land steigt erstmals zum wichtigsten Handelspartner der EU auf und überholt damit die USA. Vor allem der Wert der chinesischen Importe in die Union zieht an. Insgesamt drückt die Corona-Krise trotzdem die EU-Handelsbilanz.

China hat im vergangenen Jahr erstmals die USA als wichtigster Handelspartner der EU überholt. Wie die EU-Statistikbehörde Eurostat mitteilte, betrug das Handelsvolumen mit der Volksrepublik 586 Milliarden Euro im Jahr 2020. Bei den USA waren es 555 Milliarden Euro. Trotz der Corona-Krise legte der Handel mit China im vergangenen Jahr erneut zu. Eurostat zufolge stiegen die Exporte der EU um 2,2 Prozent auf 202,5 Milliarden Euro. Die Importe aus der Volksrepublik erhöhten sich um 5,6 Prozent auf 383,5 Milliarden Euro.

Chinas Wirtschaft hatte sich durch Erfolge bei der Eindämmung der Ausbreitung des Virus deutlich schneller von der Corona-Krise erholt als die der USA. Zudem hatte der frühere US-Präsident Donald Trump nicht nur gegen China Strafzölle verhängt, sondern auch gegen bestimmte Einfuhren aus der EU. Die EU verhängte daraufhin milliardenschwere Gegenzölle. Im vergangenen Jahr fielen die EU-Exporte in die Vereinigten Staaten angesichts dieser Entwicklungen um 8,2 Prozent auf 353 Milliarden Euro. Die Importe aus den USA gingen gleichzeitig um 13,2 Prozent auf 202 Milliarden Euro zurück.

Der Handelsüberschuss der EU gegenüber den USA blieb dabei mit knapp 151 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr praktisch unverändert. Die Corona-Krise hinterließ insgesamt tiefe Spuren in der EU-Handelsbilanz. Insgesamt exportierten die 27 EU-Staaten im vergangenen Jahr Waren im Wert von 1,93 Billionen Euro ins Ausland. Dies war ein Rückgang von 9,4 Prozent gegenüber 2019. Die Einfuhren gingen um 11,6 Prozent auf 1,71 Billionen Euro zurück.

Deutlich ging nach dem Brexit auch der Handel mit dem ehemaligen EU-Mitglied Großbritannien zurück. Die Im- und Exporte verringerten sich um jeweils gut 13 Prozent, obgleich das Vereinigte Königreich bis Jahresende 2020 noch Teil des EU-Binnenmarktes und der Zollunion war. Mit knapp 445 Milliarden Euro war Großbritannien 2020 damit der nach China und den USA drittgrößte EU-Handelspartner - vor der Schweiz, Russland und der Türkei.

Quelle: ntv.de, jhe/AFP

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