Wirtschaft

Antwort auf Trumps Strafzölle China kündigt Vergeltung an

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Umstrittener China-Export: Auch die Fahnen und Banner dieser chinesischen Textilfabrik für die Wiederwahlkampagne des US-Präsidenten würden von Trumps neuen Zöllen betroffen sein.

(Foto: REUTERS)

Wenige Stunden, nachdem US-Präsident Trump neue Strafzölle gegen China erlassen hat, schlägt Peking zurück. Der Handelskrieg der beiden größten Wirtschaftsmächte eskaliert weiter. Allerdings lässt Chinas Regierung eine Tür offen für eine Lösung des Konflikts.

China hat umgehende Vergeltungsschritte wegen der neuen US-Zölle angekündigt. Details über mögliche Maßnahmen wurden in der Stellungnahme des Handelsministeriums aber nicht genannt. Erwartet wird, dass China Zölle auf US-Importe im Wert von 60 Milliarden Dollar erlassen könnte, die automatisch in dem Moment in Kraft treten, in dem Trumps neue Zölle wirksam werden.

Das Vorgehen der Amerikaner bringe neue Unsicherheit in die Verhandlungen zwischen beiden Ländern, hieß es zudem in der Erklärung. Man hoffe darauf, dass den USA die negativen Folgen ihrer Handlungen bewusst würden. Damit schlägt die chinesische Regierung - anders als befürchtet - die Tür für die von den USA vorgeschlagenen neuen Handelsgespräche nicht zu. Zuletzt hatte es in Berichten geheißen, Peking lehne es kategorisch ab, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, falls Trump seine Strafzölle nicht zurücknehme.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor mit der Verhängung neuer Zölle den Handelsstreit mit China verschärft. Er kündigte zehnprozentige Zuschläge auf Waren aus China in einem Wert von 200 Milliarden Dollar an. Zugleich drohte der Präsident mit einer weiteren Eskalation, sollte China mit Vergeltungsmaßnahmen reagieren. Ziel der Strafzölle sei es, eine Änderung der chinesischen Handelspraktiken zu erreichen, erklärte Trump weiter. Diese stellten "eine schwere Bedrohung für die langfristige Gesundheit und das Gedeihen der Wirtschaft der Vereinigten Staaten" dar.

Peking kann rein rechnerisch nicht im gleichen Umfang auf Trump antworten, da die USA jährlich lediglich Waren im Wert von 130 Milliarden US-Dollar nach China einführen. Beide Seiten hatten sich schon vor der jüngsten Eskalation mit gegenseitigen Strafzöllen auf Waren im Wert von jeweils 50 Milliarden Dollar belegt.

Quelle: n-tv.de, mbo/rts

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