Wirtschaft

Anstieg wird schwächer Corona vernichtet fast 40 Millionen US-Jobs

imago0100599830h.jpg

Der Arbeitsmarkt in den USA erlebt in der Corona-Krise einen historischen Einbruch.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Die Zahlen sinken etwas - sind aber weiter dramatisch. Erneut beantragen Millionen US-Amerikaner nach dem Verlust ihres Jobs staatliche Hilfe. Der Einbruch am Arbeitsmarkt dauert damit an.

In den USA dauert der Kahlschlag auf dem Arbeitsmarkt an. Allein in der Woche bis zum 16. Mai haben mehr als 2,4 Millionen Menschen einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt, wie die US-Regierung mitteilte. In der Vorwoche hatte es knapp 2,7 Millionen Neuanträge gegeben. Seit der Zuspitzung der Coronavirus-Pandemie in den USA im März haben nunmehr bereits fast 39 Millionen Menschen mindestens zeitweise ihren Job verloren - so viele wie nie zuvor in solch kurzer Zeit.

Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gelten als Indikator für die kurzfristige Entwicklung des US-Arbeitsmarkts. Inzwischen nimmt die Zahl der Anträge kontinuierlich ab. Der Höhepunkt wurde in der Woche bis zum 28. März mit rund 6,9 Millionen erreicht.

*Datenschutz

Die Pandemie hat dem jahrelangen Boom auf dem US-Jobmarkt ein jähes Ende bereitet und Massenarbeitslosigkeit in der weltgrößten Volkswirtschaft ausgelöst. Allein im April wurden 20,5 Millionen Stellen außerhalb der Landwirtschaft gestrichen - das war der massivste Abbau seit der Zeit der Großen Depression in den 1930er Jahren.

Pleitewelle im Einzelhandel

Die Arbeitslosenquote stieg auf 14,7 Prozent und damit den höchsten Stand seit dem Zweiten Weltkrieg. Die US-Notenbank (Fed) rechnet nicht mit einer baldigen Besserung und hält in den nächsten Monaten eine Quote von knapp 20 Prozent für möglich.

*Datenschutz

Für die größte Volkswirtschaft der Welt sind das doppelt dramatische Zahlen. Neben dem Heer von Jobsuchenden und der steigenden Gefahr sozialer Verelendung macht der private Konsum einen Großteil der Wirtschaftsleistung der USA aus. Millionen von Arbeitslosen schrauben ihre Ausgaben aber drastisch zurück.

In der Folge etwa stellt sich die amerikanische Warenhauskette Macy's auf einen Milliardenverlust ein. Die Konkurrenten J.C. Penney und Neiman Marcus sowie der Modehändler J.Crew haben bereits Insolvenz angemeldet. J.C. Penney will im Zuge der Sanierung fast jeden dritten Standort aufgeben. Auch der Dessous-Anbieter Victoria's Secret kündigte an, rund jedes vierte Geschäft in Nordamerika zu schließen.

Quelle: ntv.de, jwu/rts/dpa