Wirtschaft

Keine Pakete mehr nach China Coronavirus bringt Post durcheinander

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Die Deutsche Post nimmt keine Päckchen und Pakete nach China, Hongkong und Macao mehr an.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die wirtschaftlichen Auswirkungen durch die Corona-Epidemie werden immer offensichtlicher. Wegen Problemen bei Transport, Zoll und Zustellung nehmen Logistiker aus mehreren Ländern keine Sendungen mehr nach China entgegen. Eine Ausnahme macht die Deutsche Post noch bei Briefen.

Nach der Deutschen Post hat nun auch die belgische Post (BPost) mitgeteilt, keine Sendungen mehr nach China zu befördern. Der Versand von Briefen und Paketen nach China werde vorläufig eingestellt, hieß es. Als Grund gab das Unternehmen an, dass immer mehr Flüge nach China abgesagt würden.

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"Wir bitten unsere Kunden, derzeit keine Briefe und Pakete mit Ziel China mehr in die Postämter zu bringen", so Bpost. Auch die Postunternehmen in Deutschland, Schweden, Spanien, Dänemark, Serbien, Griechenland, den USA und anderen Ländern hätten die Beförderung von Postsendungen nach China ausgesetzt. Der neuartige Coronavirus, COVID-19 genannt, greift in China weiter um sich. Nach offiziellen Angaben sind auf dem chinesischen Festland bereits über 1500 Menschen an der Lungenkrankheit gestorben.

Briefe aus Deutschland mit Verzögerung

Die Deutsche Post hatte am Vortag mitgeteilt, keine Päckchen und Pakete nach China, Hongkong und Macao mehr anzunehmen. Auch sie verwies auf Probleme beim Transport, der Verzollung und der Zustellung. Briefsendungen würden bis auf weiteres noch angenommen und bearbeitet, sagte eine Sprecherin des Logistik-Konzerns in Bonn. Allerdings sei aufgrund der aktuellen Einschränkungen im Verkehr mit Verzögerungen bei der Zustellung zu rechnen.

Der Abhol-, Zustell- und Lagerverwaltungsbetrieb der DHL in der Provinz Hubei sei aktuell ausgesetzt, da die Provinzregierung unter anderem alle kommerziellen Flüge von und nach Wuhan ausgesetzt und alle Ausfallstraßen der Provinzhauptstadt abgeriegelt habe, teilte das Unternehmen mit.

Nicht betroffen vom Annahmestopp für Päckchen und Pakete seien Sendungen nach Taiwan, betonte die Post. Auch der Express-Versand von Dokumenten nach China sei grundsätzlich noch möglich. Doch gebe es auch hier Einschränkungen in einigen Regionen - etwa in Hubei.

Quelle: ntv.de, ddi/dpa/rts

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