Wirtschaft

Schwache Wirksamkeit Curevac-Aktie bricht an Wall Street ein

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Leichte Aufwärtsbewegung gibt es an der Wall Street - doch Anleger warten die Arbeitsmarktdaten am morgigen Freitag ab.

(Foto: AP)

An der Wall Street geht es leicht nach oben - allerdings nicht für die Aktie des deutschen Biotech-Unternehmens Curevac. Nach schwachen Daten zur Wirksamkeit seines Corona-Impfstoffs rauschen die Papiere nach unten. Ein deutscher Fußballklub sorgt ebenfalls für Bewegungen bei den Kursen.

Die Wall Street ist verhalten ins neue Quartal gestartet. Der S&P-500 markierte gleichwohl das nächste Rekordhoch. Händler machten nun vor dem für Freitag anstehenden Arbeitsmarktbericht ("Payrolls") eine gewisse Zurückhaltung aus, potenziell könnten die Daten nämlich dazu beitragen, die Weichen für die künftige Geldpolitik der US-Notenbank zu stellen. Der unerwartet starke Rückgang der wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe bewegte indes nicht. "Die Daten sind zwar stark, der Markt wartet aber auf den großen Arbeitsmarktbericht am Freitag", sagte ein Händler.

Der Dow-Jones-Index stieg um 0,4 Prozent auf 34.634 Punkte, der S&P-500 kletterte um 0,5 Prozent, während der Nasdaq-Composite um 0,1 Prozent vorrückte.

Curevac
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Unter den Einzeltiteln brachen die Aktien der deutschen Biotech-Firma Curevac um 7,7 Prozent ein. Der Corona-Impfstoff des Pharmaunternehmens weist laut abschließenden Auswertungen nur eine geringe Wirksamkeit auf. Der englische Fußballstar Jadon Sancho wechselt für eine Ablöse von 85 Millionen Euro von Borussia Dortmund zu Manchester United. Die Aktie der Briten stieg um 0,7 Prozent. Die Boeing-Aktie schloss kaum verändert. Der US-Flugzeughersteller hat mit Brian West einen neuen Finanzvorstand berufen. Er war zuvor lange Jahre bei General Electric tätig.

Trotz überzeugender Quartalszahlen fielen Micron Technology um 5,7 Prozent. Die Titel hatten sich zur Wochenmitte aber recht fest gezeigt. Die starke Nachfrage nach Halbleitern hat dem Konzern im dritten Geschäftsquartal einen Umsatz- und Gewinnsprung beschert. Für das Schlussquartal rechnet Micron mit weiteren Zuwächsen. Negativ wurde die Transaktion mit Texas Instruments gesehen. Deren Aktien fielen um 0,8 Prozent. Das Unternehmen übernimmt von Micron Technology für 900 Millionen Dollar eine Chipfabrik in Utah. Damit erhöht Texas Instruments in der aktuell globalen Chip-Knappheit die Kapazitäten.

Erdölpreise ziehen deutlich an

Die Erdölpreise marschierten unterdessen von einem Mehrjahreshoch zum nächsten und stiegen zeitweise um rund 3 Prozent auf die höchsten Stände seit sieben Jahren. Im Handel wurde auf das beginnende Treffen der Gruppe Opec+ verwiesen. Als aber durchsickerte, dass sich eine Entscheidung über die Fördermengen wegen eines Zwists zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien verzögere, kamen die Preise etwas zurück. Zum Settlement notierte die US-Sorte WTI indessen immer noch 2,4 Prozent höher. Bei Brent fiel das Plus etwas geringer aus.

Der Dollar verteidigte den Großteil seiner Aufschläge. Der Dollarindex tendierte im späten Handel gut behauptet. Der Euro war zwischenzeitlich auf ein Zwölfwochentief gefallen, der Yen sogar auf ein 15-Monatstief. Laut Analysten zeigt die Dollar-Reaktion, dass der Markt dem datenbasierten Ansatz der US-Notenbank folge; starke Daten erhöhten die Wahrscheinlichkeit für eine straffere Geldpolitik.

Quelle: ntv.de, kst/DJ

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