Wirtschaft

Pilotprojekt wurde eingestellt DHL beschließt Aus für Paketdrohnen

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Mit dem "Paketkopter" hat DHL neue Arten der Zustellung getestet.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mit ihrem "Paketkopter" testet DHL die Zustellung von Päckchen und Briefen in unwegsamem Gelände. So wurden mit der Drohe in einem Pilotprojekt Medikamente in Tansania per Luftfracht zugestellt. Doch über die Testphase kommt die neue Art der Zustellung nicht heraus.

Die Deutsche Post DHL Group hat ihr Paketdrohnen-Entwickungsprojekt "Paketkopter" wieder eingestellt. Das Projekt werde schon seit längerem nicht mehr fortgeführt, sagte ein Sprecher der Deutsche Post DHL Group auf Anfrage in Bonn. Auch ein Pilotprojekt zum Medikamentenversand in Tansania zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und dem Drohnenhersteller Wingcopte werde nicht fortgesetzt.

"Wir haben in den vergangenen Jahren diverse Anwendungsfälle für den DHL Paketkopter getestet, in denen die Drohne vor allem dann zum Einsatz kam, wenn ein Transport über etablierte Infrastrukturen schlecht möglich war oder deutlich mehr Zeit in Anspruch genommen hätte", sagte der Sprecher. Dabei seien wichtige Erkenntnisse gewonnen worden. "Aber wir haben auch mehrfach darauf hingewiesen, dass ein Regelbetrieb im Bereich der Zustellung per Paketdrohne in Deutschland nicht geplant sei. Es sind auch keine neuen Pilotprojekte vorgesehen", hieß es weiter.

Weniger Emissionen durch Elektroflugzeuge

Emissionsfrei will die Deutsche-Post-Tochter aber auch in Zukunft unterwegs sein - wenn auch in weit größerem Stil. Die Deutsche-Post-Tochter hat zwölf Elektroflugzeuge des Typs "Alice" beim US-Hersteller Eviation bestellt. Ziel sei es, ein elektrisches und somit emissionsfreies Luftfracht-Netzwerk aufzubauen. Der Jungfernflug der Maschinen soll noch dieses Jahr erfolgen, die Auslieferungen sind für 2024 geplant. Alice kann den Angaben zufolge von einem einzelnen Piloten geflogen werden und mehr als 1200 Kilogramm an Fracht transportieren. Die Reichweite liegt bei 815 Kilometern.

Das Flugzeug hat am Ende des Rumpfs zwei Elektro-Motoren, die Propeller antreiben. Die Ladezeit pro Flugstunde beträgt circa 30 Minuten. In der Passagier-Version bietet es Platz für zwei Besatzungsmitglieder und neun Gäste. Es kann auf Regionalstrecken eingesetzt werden. Zum Vergleich: Eine zweistrahlige Boeing 777 kann bei einer Reichweite von 9200 Kilometern ein maximales Frachtvolumen von 102.010 Kilo transportieren.

DHL betreibt ein weltweites Luftfrachtnetzwerk mit einer Flotte von mehr als 260 Flugzeugen und 17 Partner-Airlines. Im Corona-Jahr 2020 hat DHL weltweit 433.000 Tonnen Luftfracht umgeschlagen.

Quelle: ntv.de, jhe/dpa/rts

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