Wirtschaft

Dienstwagen und leckere Kantine Das sind die 25 beliebtesten Arbeitgeber

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Die Mitarbeiter von SAP kürten ihr Unternehmen zum beliebtesten in Deutschland.

(Foto: SAP)

Was macht eine Firma für Mitarbeiter attraktiv? Das Internetportal Glassdoor hat Millionen Arbeitnehmer in Deutschland danach gefragt. Herausgekommen ist eine Rangliste der Top-Arbeitgeber. Der Spitzenreiter kommt diesmal aus Baden-Württemberg.

Wachwechsel an der Spitze im Ranking der 25 beliebtesten Arbeitgeber Deutschlands. Wie das Karriereportal Glassdoor ermittelt hat, löst der badische Software-Konzern SAP als Mitarbeiter-Liebling den Halbleiterhersteller Infineon ab. Die Erhebung basiert auf dem Feedback von mehr als zwei Millionen Mitarbeitern im Zeitraum von November 2015 bis Ende Oktober 2016. Mehr als 4500 hatten eine Bewertung für SAP abgegeben. Es ist erst das zweite Mal, dass Glassdoor ein Ranking für deutsche Unternehmen erstellt.

In den Top zehn der beliebtesten Arbeitgeber hierzulande stehen alleine fünf Dax-Konzerne. Platz zwei sicherte sich Sportartikelhersteller Adidas, auf Platz drei folgt der Automobilzulieferer Bosch. Dahinter tauchen Unternehmens- und Managementberater wie Deloitte und Accenture sowie die Einzelhandelsketten dm und Kaufland auf. Auch die Autobauer Daimler und BMW gehören zu den zehn beliebtesten Unternehmen, ebenso der Versicherungskonzern Allianz.

Auch in den USA punkten deutsche Firmen

Auf dem Portal Glassdoor können Mitarbeiter neben der Bewertung einzelner Aspekte wie Work-Life-Balance und Vergütung angeben, welche Vor- und Nachteile sie bei ihrem jeweiligen Unternehmen sehen. Bei SAP etwa hob ein IT-Spezialist den Dienstwagen positiv hervor, den man ab drei Jahren gestellt bekomme. Positiv bewertete er auch eine arbeitgeberfinanzierte Altersversorgung und flexible Arbeitszeiten - wobei Letztere, so kritisierte er, auch mal etwas länger ausfallen.

Bei Adidas lobte ein ehemaliger Mitarbeiter das junge Umfeld, ein großes Freizeitangebot und die gute Kantine. Andere kritisierten hingegen den Arbeitsort am Firmensitz in der Kleinstadt Herzogenaurach, der "in der Pampa" liege. Ein Softwareentwickler bei  dem Automobilzulieferer Bosch schätzt das gute Gehalt und die vielen Weiterbildungsmöglichkeiten. Schlecht kommt bei einem anderen Mitarbeiter hingegen die Unternehmensgröße an, in der man "leicht untergehen kann".

"Wir finden Schummler"

Auch in anderen Ländern zeichnet Glassdoor die beliebtesten Arbeitgeber aus, etwa in Kanada, Frankreich und Großbritannien. In den USA wurde bereits zum neunten Mal der sogenannte Glassdoor-Award vergeben. Den Spitzenplatz ergatterte sich dort die Managementberatung Bain & Company. Direkt dahinter landete Facebook, Google-Mutter Alphabet kam auf Platz vier.

Auch in Nordamerika ist der deutsche Konzern SAP bei den Arbeitnehmern beliebt und erreichte in dem Ranking immerhin Platz 15. Als weiteres deutsches Unternehmen landete BASF auf Rang 41. In Frankreich erreichte der Software-Riese Microsoft den ersten Platz, das Online-Reisebüro Expedia ist in Großbritannien der beliebteste Arbeitgeber.

Der "Firmen-Durchleuchter", wie das "Handelsblatt" das Portal Glassdoor einst betitelte, wurde im Jahr 2007 von Ex-Microsoft-Mitarbeiter Robert Hohman gegründet und erfreut sich seitdem wachsender Beliebtheit. Aber wie zuverlässig sind die Rankings? Können Unternehmen diese zu ihren Gunsten manipulieren?

Auf die Frage, wie authentisch die Angaben und Bewertungen seien, antwortet Hohman: "Wir finden Schummler." Alle Einträge würden moderiert, sowohl manuell als auch automatisch. Zudem betont Hohmann, dass von der "schonungslosen Offenheit" auch Unternehmen profitierten: So wüssten potenzielle Mitarbeiter, was sie erwarte. Teure Fehleinstellungen könnten eher vermieden werden. Glassdoor betont zudem, seine Methodik Jahr für Jahr verbessern zu wollen, um mögliche Manipulationen des Rankings auszuschließen.

Quelle: ntv.de, kst

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