Wirtschaft

Rückgang um acht Prozent Deutsche Exporte schwächeln deutlich

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Besonders stark gingen im Juni die Exporte in Länder außerhalb der EU zurück.

(Foto: imago images / blickwinkel)

Die deutsche Wirtschaft kann ihre Ausfuhren nicht steigern. Im Vorjahresvergleich gehen sie im Juni sogar deutlich zurück. Das liegt vor allem an Handelskonflikten und dem drohenden ungeordneten Brexit.

Die deutschen Exporte sind im Juni stark zurückgegangen: Exportiert wurden Waren im Umfang von 106,1 Milliarden Euro. Das war im Vorjahresvergleich ein Rückgang von acht Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Im Vergleich zum Mai sanken die Exporte um 0,1 Prozent.

Auch die Einfuhren nahmen deutlich ab. So wurden im Juni Waren im Wert von 89,3 Milliarden Euro importiert, das war ein Minus von 4,4 Prozent verglichen mit Juni 2018. Im Vergleich zum Mai nahmen die Importe um 0,5 Prozent zu. Die Außenhandelsbilanz schloss den Statistikern zufolge im Juni mit einem Überschuss von 16,8 Milliarden Euro ab, kalender- und saisonbereinigt waren es 18,1 Milliarden Euro.

Besonders stark gingen im Juni die Exporte in Länder außerhalb der EU zurück - sie sanken um 10,7 Prozent auf einen Umfang von 42,6 Milliarden Euro. Von dort importiert wurden Waren im Wert von 36 Milliarden Euro, das war ein Minus von 8,9 Prozent. Die Exporte in EU-Länder nahmen um 6,2 Prozent ab, die Importe sanken im Jahresvergleich um 1,1 Prozent.

Die Eskalation des Handelskonflikts zwischen den USA und China, die Abkühlung der Weltkonjunktur und das Risiko eines ungeordneten Brexits verunsichern die Wirtschaft. Der Außenhandelsverband BGA rechnete für das Gesamtjahr zuletzt mit einem Wachstum des Exportvolumens von 1,5 Prozent. Im vergangenen Jahr waren es noch 3 Prozent.

Quelle: n-tv.de, mba/dpa/AFP

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