Wirtschaft

Preisauftrieb ebbt ab Deutsche Inflationsrate sinkt

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Geringer Preisanstieg bei Lebensmitteln.

(Foto: dpa)

Nach einem kurzen Zwischenhoch wird der Preisdruck in Deutschland im März geringer. Die Jahresteuerungsraten von Energie und Nahrungsmitteln gehen runter. Auch in der gesamten Eurozone lässt der Preisauftrieb merklich nach.

Der Inflationsdruck in Deutschland hat im März spürbar abgenommen. Vor allem bei Rohöl und Lebensmitteln ließ der Preisauftrieb nach. Zudem waren Pauschalreisen im Jahresvergleich günstiger, weil die Osterfeiertage nicht wie im Vorjahr in den März fallen, sondern erst in den April. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden berichtete, sank die jährliche Inflationsrate auf 1,6 Prozent. Im Februar hatte die Rate noch 2,2 Prozent betragen. Die Statistiker bestätigten damit - wie von Volkswirten erwartet - ihre vorläufige Schätzung vom 30. März.

Binnen Monatsfrist stiegen die Preise für Güter des täglichen Bedarfs und Dienstleistungen im Schnitt um 0,2 Prozent, womit die vorläufigen Daten ebenfalls bestätigt wurden. Die Jahresteuerungsrate von Energie sank auf 5,1 (Vormonat: 7,2) Prozent, die von Nahrungsmitteln auf 2,3 (4,4) Prozent.

Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) für Deutschland stieg um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zum Vormonat kletterte der Index um 0,1 Prozent. Auch die vorläufigen Ergebnisse für den HVPI wurden somit bestätigt. Die HVPI-Rate ist maßgeblich für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB).

Auch in der gesamten Eurozone hat der Preisauftrieb im März merklich nachgelassen. Dies hat Spekulationen gedämpft, dass die EZB schon demnächst eine Abkehr von ihrer extrem lockeren Geldpolitik einleiten könnte. Viele Experten rechnen allerdings damit, dass bei der Inflationsrate im April wieder eine Zwei vor dem Komma stehen wird, weil sich dann der Ostereffekt umkehren wird.

Quelle: n-tv.de, wne/DJ

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