Wirtschaft

"Ankäufe in Berlin finanzieren" Deutsche Wohnen stößt Kleinstadt-Besitz ab

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Trotz Mietendeckel: Der Berliner Immobilienkonzern Deutsche Wohnen sagt in Metropolstädten weiterhin Wertsteigerungen voraus.

(Foto: picture alliance/dpa)

Trotz Mietpreisbremse, geplantem Mietendeckel und Enteignungsszenarien setzt der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen weiterhin auf Metropolen. Um 3000 Wohnungen in den teuersten Städten bezahlen zu können, stößt der Konzern mehr als 6000 Wohnungen in kleineren Städten ab. Gewinn: 500 Millionen Euro.

Der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen will sich weiter auf Berlin und andere Metropolregionen konzentrieren und verkauft 6350 Wohnungen in kleineren Städten wie Kiel, Lübeck, Erfurt und Chemnitz an die ZBI Gruppe aus Erlangen. Der Kaufpreis von rund 615 Millionen Euro liege rund ein Drittel über den Buchwerten. Die erwarteten Nettoeinnahmen von rund 500 Millionen Euro werde man vor allem zur Finanzierung der zuletzt gekauften knapp 3000 Objekte in westdeutschen Metropolregionen verwenden, teilte das Unternehmen in Berlin mit.

Trotz der aktuellen Diskussion um Beschränkungen des Mietmarktes bis hin zu Enteignungen zeigte sich Deutsche Wohnen zuversichtlich für die weitere Entwicklung. Man sei "aufgrund der positiven Fundamentaldaten davon überzeugt, dass die Metropolregionen in Deutschland, vor allem Berlin, weiterhin an Attraktivität und Wert gewinnen werden", hieß es in der Mitteilung weiter. Der Vollzug der Akquisition unterliege der kartellrechtlichen Zustimmung und werde bis Ende 2019 erwartet.

Erst am Wochenende hatte sich die Große Koalition auf eine Verschärfung beim Mietrecht, die sogenannte Mietpreisbremse, geeinigt. In Berlin wurde zuletzt über noch weitergehende Schritte, etwa einen Mietendeckel, diskutiert.

Quelle: n-tv.de, mau/dpa/rts/DJ

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