Wirtschaft

Kritisch bei Bundesregierung Deutsche sehen keinen Plan gegen Kriegsfolgen

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Das AKW Isar 2 bei Landshut.

(Foto: imago stock&people)

Was macht die Regierungskoalition in Berlin gegen die negativen Folgen des Krieges? Eine große Mehrheit der Bundesbürger meint in einer Umfrage für RTL/ntv, dass die Bundesregierung keinen durchdachten Plan habe, um sie zu bewältigen. Viele zweifeln an der Verlässlichkeit der Energieversorgung.

Die Kämpfe in der Ukraine und die Waffen sind das eine, die Auswirkungen der russischen Invasion auf den Alltag in Deutschland das andere. Unter Bundesbürgern glauben nur 23 Prozent, dass die Bundesregierung durchdachte Konzepte zur Bewältigung der negativen Kriegsfolgen für die Bürger und die Wirtschaft hat. 70 Prozent meinen hingegen, die Bundesregierung habe keine durchdachten Konzepte zur Bewältigung. Auch von den Anhängern der drei Regierungsparteien - insbesondere von den Anhängern der FDP - glaubt jeweils eine Mehrheit nicht, dass die Regierung Konzepte für die Bewältigung der negativen Folgen des Krieges für Bürger und Wirtschaft in Deutschland habe.

Hauptsächlich die Energieversorgung ist durch den Konflikt mit Russland bedroht. 62 Prozent der Bundesbürger machen sich große oder sehr große Sorgen, dass die Energieversorgung in Deutschland im kommenden Herbst und Winter durch den Ukraine-Krieg gefährdet wird. 38 Prozent machen sich diesbezüglich weniger große oder keine Sorgen. Vornehmlich die Anhänger der Union, 74 Prozent, sowie 80 Prozent der AfD-Anhänger sehen eine mögliche Gefährdung der Energieversorgung. Am seltensten ist dies unter Anhängern der Grünen der Fall. Von ihnen sind es 47 Prozent.

Weiterhin plädieren viele dafür, eine längere Laufzeit der noch verbliebenen Atomkraftwerke zumindest zu erwägen. Derzeit sind 69 Prozent der Bundesbürger der Meinung, dass man zur Sicherung der Energieversorgung die vorgesehene Abschaltung aller Kernkraftwerke in Deutschland überdenken sollte. 29 Prozent finden, sie sollte wie vorgesehen stattfinden. Von den Anhängern der Grünen sprechen sich mittlerweile 43 Prozent dafür aus, den für dieses Jahr vorgesehenen Ausstieg aus der Kernenergie zu überdenken.

Eigentlich sollten in diesem Jahr die letzten drei AKW in Deutschland vom Netz gehen: Isar 2 im bayerischen Landshut, Emsland in Niedersachsen und Neckarwestheim 2 in Baden-Württemberg. Das Bundesumweltministerium lehnt eine Laufzeitverlängerung ab. Ein längerer Betrieb der drei Atomkraftwerke sei nach Abwägung von Nutzen und Risiken nicht zu empfehlen, sagte ein Ministeriumssprecher zuletzt.

Die Daten wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland vom 24. bis 27. Juni 2022 erhoben. Datenbasis: 1005 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte.

Weitere Informationen zu Forsa
Forsa-Umfragen im Auftrag von RTL Deutschland

Quelle: ntv.de

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