Wirtschaft

Deutsche Invest ist dabei Drei Angebote für Hafen von Thessaloniki

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Der Containerhafen von Piräus.

(Foto: picture alliance / dpa)

Griechenland macht bei der nächsten Privatisierung Ernst. Der größte Hafen Piräus ist inzwischen mehrheitlich in chinesischer Hand. Nun ist Thessaloniki, die Nummer zwei im Norden des Landes, dran. Auch eine deutsche Firma bietet mit.

Die Privatisierung des griechischen Hafens Thessaloniki nimmt konkretere Züge an. Es seien drei verbindliche Angebote eingegangen, teilte die Privatisierungsagentur des Landes mit. Die deutsche Beteiligungsgesellschaft Deutsche Invest Equity Partners, die auf den Philippinen ansässige International Container Terminal Services (ICTS) sowie die aus Dubai stammende P&O Steam Navigation Company (DP World) hätten Offerten vorgelegt.

Die Deutschen bieten gemeinsam mit der französischen Container-Reederei CMA CGM, wie Hafenchef Konstantinos Mellios Mitte der Woche bekanntgab. Der Hafen ist eine wichtige Transport-Drehscheibe im Südosten Europas. Zum Verkauf steht eine Beteiligung von rund zwei Drittel. Die Verpachtung soll 40 Jahre lang dauern.

Angeschoben wurde die Veräußerung der 67 Prozent von Thessaloniki vor drei Jahren, sie stieß allerdings auf Widerstand und verzögerte sich. Noch am Mittwoch legten Hafenarbeiter aus Protest gegen den anstehenden Verkauf für mehrere Stunden die Arbeit nieder.

Piräus ist bereits verkauft

Griechenlands größter Hafen Piräus wurde bereits vor einem Jahr unter großem Protest mehrheitlich an die chinesische Großreederei Cosco verkauft. Athen versucht sich seit Jahren vergeblich gegen die Privatisierung von Staatsbesitz zu wehren, die ihr von den internationalen Gläubigern vorgeschrieben werden.

Auch Experten sehen diese Privatisierungen kritisch. Sie würden unter Druck unter ihrem wirklichen Wert veräußert, heißt es. Doch Fortschritte bei den Privatisierungen sind eine wichtige Bedingung für das dritte Griechenland-Hilfspaket in Höhe von 86 Milliarden Euro. Athen hat seinen Geldgebern im Gegenzug dafür zugesagt, bis 2022 insgesamt 14 Milliarden Euro durch die Verkäufe einzunehmen.

Quelle: ntv.de, ddi/rts