Wirtschaft

Rechtsstreit der Bio-Pioniere Drogerieriese lässt Alnatura-Klage fallen

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1984 gegründet: Alnatura betreibt eigenen Angaben zufolge derzeit 119 Supermärkte in 56 Städten in elf Bundesländern.

(Foto: picture alliance)

Versöhnung in der Bio-Branche: Die Chefs von dm, Tegut und Alnatura kommen nach langem Streit zu einer gütlichen Einigung. "In gegenseitiger Achtung und Anerkennung", wie es bei Alnatura heißt. Ganz ausgeräumt ist der Zwist aber noch nicht.

Der Dauerstreit um die Rechte an der Bio-Marke Alnatura ist beigelegt. Der Gründer der Drogeriekette dm, Götz Werner, hat eine entsprechende Klage beim Oberlandesgericht Frankfurt gegen seinen Schwager und Alnatura-Gründer Götz Rehn fallengelassen.

Auch der frühere Chef der Supermarktkette Tegut, Wolfgang Gutberlet, will die Klage nach einer einvernehmlichen Einigung nicht mehr weiter verfolgen. "In gegenseitiger Achtung und Anerkennung der jeweils für den anderen erbrachten Leistung in der gemeinsam verbrachten Zeit wird somit der seit zwei Jahren anhängige Rechtsstreit um die Markenrechte beendet", teilte der Bio-Händler Alnatura aus Bickenbach bei Darmstadt mit. Die Drogeriekette dm mit Sitz in Karlsruhe bestätigte die Angaben. Weitere Einzelheiten wurden nicht mitgeteilt.

Die drei Kaufleute hatten seit den 1980er-Jahren eng zusammengearbeitet und ihre Unternehmen mit einer frühen Orientierung auf Bio-Lebensmittel erfolgreich am Markt positionieren können. Sie streiten seit einigen Jahren, als dm begann, die Alnatura-Produkte aus den Regalen zu nehmen und zunehmend durch Eigenmarken zu ersetzen.

Alnatura hatte sich daraufhin neue Vertriebspartner gesucht und verkauft nun zum Beispiel über die Edeka-Läden und die Müller-Drogeriekette. Ein zweiter Prozess zwischen den Unternehmen dm und Alnatura ist aber nach wie vor anhängig.

Hier geht es um einen Kooperationsvertrag aus den 1980er-Jahren, der dm möglicherweise Einfluss auf Vertriebsentscheidungen der Alnatura einräumen könnte. Hier hat Alnatura in erster Instanz gewonnen und wartet nun auf die Berufung ebenfalls vor dem Oberlandesgericht Frankfurt. Zu diesem Verfahren wollte sich dm nicht äußern.

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Quelle: n-tv.de, mmo/dpa

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