Wirtschaft

Transport auf Flüssen erschwert Dürre treibt Heizölpreis in die Höhe

imago85614539h.jpg

Vielerorts führt der Rhein nur noch wenig Wasser - eine Folge der langanhaltenden Trockenheit.

(Foto: imago/Reiner Zensen)

Die heißen Sommertage sind vorbei und allmählich werden in deutschen Haushalten die Heizungen aufgedreht. Wer mit Öl heizt, muss derzeit tief in die Tasche greifen. Das liegt unter anderem an der Trockenheit der letzten Monate.

An dem derzeit hohen Heizölpreis hat auch der heiße Sommer in Deutschland seinen Anteil: Wie der "Spiegel" berichtete, wird für den Anstieg zwar in erster Linie die angespannte Lage auf dem Rohölmarkt verantwortlich gemacht. Zugleich sanken durch den trockenen Sommer die Pegel von Rhein, Main, Donau und Nebenflüssen so stark, dass die Tankschiffe nicht vollständig beladen werden konnten.

Die Versorgung der Lager speziell entlang des Rheins sei "deutlich aufwendiger und teurer geworden", sagte Hans-Jürgen Funke, Geschäftsführer des Verbands für Energiehandel Südwest-Mitte in Mannheim, dem Blatt. Am Rhein seien die Frachtkosten mitunter um mehr als das Doppelte gestiegen, das schlage sich auf die Heizölpreise nieder. Auch auf dem Main-Donau-Kanal hätten die Frachter im August nur ein Drittel an Gütern im Vergleich zum Vorjahr transportiert.

Entspannung ist derzeit noch nicht in Sicht. In Kaub zwischen Koblenz und Bingen lag der Pegel des Rheins in dieser Woche kaum über der 80-Zentimeter-Marke, Anfang kommender Woche wird er nach Schätzung der Schifffahrtsbehörden sogar darunter fallen, berichtete der "Spiegel". Damit Schiffe dort uneingeschränkt fahren können, bedarf es eines Wasserstands zwischen 1,90 und 4,60 Metern.

Anfang September hatte das Vergleichsportal Verivox mitgeteilt, dass der an den Rohölpreis gekoppelte Heizölpreis zuletzt auf ein Vierjahreshoch geklettert sei. Der Durchschnittspreis für Heizöl betrug im August 1421 Euro für 2000 Liter, so teuer sei Heizöl zuletzt im Herbst 2014 gewesen.

Quelle: n-tv.de, fzö/AFP

Mehr zum Thema