Wirtschaft
Markteinstieg für zwei Milliarden Pfund: Spätestens 2021 sollen E-Autos im Dyson-Design in den Handel kommen.
Markteinstieg für zwei Milliarden Pfund: Spätestens 2021 sollen E-Autos im Dyson-Design in den Handel kommen.(Foto: dpa)
Mittwoch, 14. Februar 2018

Tesla-Rivale aus Großbritannien?: Dyson plant drei eigene E-Autos

Neue Konkurrenz im Autobau: Der britische Design-Tüftler James Dyson - bekannt für innovative Föhns, Ventilatoren und Staubsauger - drängt mit einem milliardenschweren Vorstoß in den Markt für Elektroautos. Neuartige Akkus sollen die Konkurrenz überflügeln.

Der britische Hausgeräte-Spezialist Dyson plant seinen Aufbruch ins Autogeschäft einem Zeitungsbericht zufolge mit einer schrittweisen Einführung von drei verschiedenen Fahrzeugmodellen. Das erste Dyson-Modell solle dabei nur einige tausend Mal gebaut werden, schrieb die "Financial Times". Das Blatt sprach von einem "gewagten Versuch, die Automobilindustrie aufzumischen".

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Die Fertigung in Kleinserie sei vor allem dazu gedacht, die Zuliefererkette aufzubauen und den Markt zu erkunden, hieß es unter Berufung auf informierte Personen aus dem Umfeld des Unternehmens. Erst das zweite und dritte Dyson-Modell sollten demnach in erheblich größeren Stückzahlen vom Band laufen.

In diesen Elektrofahrzeugen wolle Dyson dann die hauseigene Feststoff-Batterietechnik einsetzen, berichtete die "Financial Times" weiter. Solche Batterien sollen mehr Energie speichern können als die heute verbreiteten Lithium-Ionen-Akkuzellen.

Neu ist die Idee nicht: Auch Autohersteller und Zulieferer forschen im Bereich der Feststoffbatterien. Toyota will die leistungsstarken Stromspeicher bereits ab 2025 in die eigenen Fahrzeuge einbauen. Das erste E-Auto von Dyson solle allerdings vorerst noch mit Lithium-Ionen-Batterien laufen, hieß es.

Markteinstieg bis 2021

Gründer und Chef James Dyson wollte die Informationen im Gespräch mit der Zeitung nicht kommentieren: "Wir reden nicht darüber, was wir machen." Zugleich bekräftigte er, dass das erste Dyson-Auto wie angekündigt 2020 oder 2021 auf dem Markt sein solle.

Um in den Markt der Autobauer einzusteigen, nimmt Dyson beachtliche Summen in die Hand: Die vor allem für kabellose Staubsauger, ringförmige Ventilatoren und vergleichsweise hochpreisige Föhn-Technologie bekannte Entwickler-Firma will nach eigenen Angaben eine Milliarde Pfund (rund 1,12 Milliarden Euro) in die Batterieentwicklung investieren. Eine weitere Milliarde soll in die Fahrzeugproduktion fließen.

Quelle: n-tv.de