Wirtschaft

Bis mindestens über den Sommer EZB tastet Leitzins nicht an

f0885c96cf834d6c19114b3ec441ebf5.jpg

EZB hält ihre Linie.

(Foto: REUTERS)

Die Europäische Zentralbank beginnt das neue Jahr ohne Kursänderung. Die Zinssätze rühren die Notenbanker nicht an. Und daran wird sich frühestens im Herbst etwas ändern.

Die Europäische Zentralbank will auch nach dem Ende ihrer billionenschweren Anleihenkäufe die Geldpolitik locker halten. Nach der regulären Januar-Sitzung des geldpolitischen Rats in Frankfurt am Main bekräftigte die Währungshüter, die Leitzinsen noch bis mindestens über den Sommer hinaus nicht antasten zu wollen.

*Datenschutz

Der Schlüsselsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld liegt seit März 2016 auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent. Darüber hinaus will die EZB auch nach der erforderlichen Zinswende noch für längere Zeit fällig werdende Anleihen aus ihrem Bestand ersetzen. Nach Analystenschätzungen könnten so allein dieses Jahr rund 200 Milliarden Euro reinvestiert werden.

Damit werden die Euro-Wächter ein großer Akteur am Anleihenmarkt bleiben. Wie bisher müssen Geldhäuser zudem Strafzinsen zahlen, wenn sie über Nacht überschüssige Liquidität bei der EZB parken. Der sogenannte Einlagensatz bleibt bei minus 0,4 Prozent.

Die EZB hat ihre auf mehr als 2,6 Billionen Euro angeschwollenen Wertpapierkäufe im Dezember eingestellt. Sie waren in den vergangenen Jahren ihr wichtigstes Kriseninstrument gegen eine aus ihrer Sicht zu geringe Inflation und zu schwache Konjunktur. Die durch die Transaktionen aufgeblähte Notenbank-Bilanz wird nach dem Stopp der Käufe wegen der Reinvestitionen vorerst stabil bleiben.

Quelle: n-tv.de, jki/jwu/rts

Mehr zum Thema