Wirtschaft

"Es wird zu Engpässen kommen" Easyjet erwartet neues Flugchaos

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Es könnte künftig Probleme bei der Flugabsicherung und auch der operativen Ebene geben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im europäischen Flugreiseverkehr müssen Passagiere mit einem weiteren turbulenten Sommer rechnen. Nach der Lufthansa und anderen Branchengrößen kündigt auch die britische Airline Easyjet Vorkehrungen an, um die befürchteten Flugausfälle und Verspätungen abzufedern.

Die Fluggesellschaft Easyjet stellt sich auf neue Schwierigkeiten für Flugreisende ein. "Wir gehen davon aus, dass es (...) sicherlich ein Sommer wird, der von Herausforderungen begleitet werden wird", sagte Deutschlandchef Stephan Erler anlässlich des 15-jährigen Bestehens der Airline.

Probleme könnte es bei der europäischen Flugsicherung geben, aber auch auf operativer Ebene, also etwa bei der Abfertigung an den Flughäfen, wie der Easyjet-Manager erklärte. Darauf bereite sich die Fluggesellschaft unter anderem mit zusätzlichen Crews und Ersatzfliegern vor, die an verschiedenen Flughäfen in Europa stationiert seien. So lasse sich bei Verspätungen oder technischen Problemen immer eine Ersatzmaschine "hoffentlich an der richtigen Stelle positionieren", sagte Erler.

Konkrete Zahlen zu zusätzlichen Crews oder Maschinen nannte er nicht. Ganz verhindern ließen sich die Probleme aber auch damit nicht: "Es wird sicherlich im Sommer zu Engpässen kommen." Ursachen für das große Flugchaos im vergangenen Sommer war Branchenkennern zufolge neben den verschiedenen Streik-Aktionen und dem Wetter vor allem das starke Wachstum des europäischen Luftverkehrs.

Mit zwei eigens angesetzten "Luftfahrt-Gipfeln" wollte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer eigentlich Abhilfe schaffen. Experten zufolge reichen die zuletzt im März beschlossenen Neueinstellungen im Bodenverkehrs-, Terminal- und Sicherheitsdienst bei weitem nicht aus, die Kapazitätsengpässe im Flugverkehr zu beseitigen. Da mit einem weiteren Wachstum des Luftverkehrs in Deutschland und Europa zu rechnen ist, könnten die "bereits ergriffenen kurzfristigen Maßnahmen" durch dieses Wachstum nur "teilweise kompensiert werden", hieß es in einer Erklärung nach dem zweiten Branchentreffen.

Seit 2004 fliegt Easyjet von und nach Berlin. Die Hauptstadt ist der größte Standort der britischen Airline außerhalb Großbritanniens. Easyjet hat in Schönefeld und Tegel insgesamt 35 Maschinen stationiert. Anfang 2018 hatte Easyjet in Tegel das Geschäft der insolventen Air Berlin übernommen.

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Quelle: n-tv.de, mmo/dpa

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