Wirtschaft

Trotz Corona-Beschränkungen Einzelhandel fährt 2021 Rekordumsatz ein

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Wegen der vierten Corona-Welle ist der Zutritt in viele Geschäfte nur unter 2G-Bedingungen gestattet.

(Foto: imago images/Wolfgang Maria Weber)

Die Corona-Krise und anhaltende Lieferprobleme stellen den Einzelhandel stellenweise vor Probleme. Die Kauflaune in Deutschland trübt das jedoch nicht: Der Umsatz erreicht im letzten Jahr einen neuen Rekord. Während das Online-Geschäft boomt, müssen einzelne Branchen aber Einbußen hinnehmen.

Der Einzelhandel in Deutschland hat im Corona-Jahr 2021 trotz der Beschränkungen zur Bekämpfung der Pandemie einen Rekordumsatz erzielt. Vor allem dank des boomenden Online-Handels stieg der Umsatz insgesamt nach einer ersten Schätzung bereinigt um Preiserhöhungen (real) um etwa 0,9 Prozent und nominal um 3,1 Prozent gegenüber dem bislang umsatzstärksten Jahr 2020, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Die Ergebnisse der Monate Januar bis November 2021 deuteten allerdings darauf hin, dass Teile des stationären Einzelhandels, etwa mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren, auch im zweiten Corona-Jahr Umsatzeinbußen hinnehmen mussten, erläuterte die Wiesbadener Behörde.

Belastet wurden die Händler zuletzt von verschärften Corona-Regeln. Mit Ausnahme von Geschäften des täglichen Bedarfs wie Supermärkte und Drogerien durften in den vergangenen Wochen wegen der vierten Corona-Welle nur Geimpfte oder Genesene (2G) die Läden betreten.

Elektronische Produkte fehlen

Zudem wird die Branche von Lieferproblemen geplagt: Ausgerechnet in der umsatzstarken Zeit vor Weihnachten klagten fast 82 Prozent der Einzelhändler, nicht alle Produkte anbieten zu können. Besonders elektronische Haushaltsgeräte und Unterhaltungselektronik waren knapp.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) hatte im Juli für den Einzelhandel im engeren Sinne, zu dem beispielsweise nicht die Apotheken zählen, für das Gesamtjahr ein nominales Umsatzplus von 1,5 Prozent auf gut 586 Milliarden Euro vorhergesagt.

Zum Start des wichtigen Weihnachtsgeschäfts im November stieg der Einzelhandelsumsatz kalender- und saisonbereinigt nominal zwar leicht gegenüber dem Vorjahresmonat, real sank er allerdings um 2,9 Prozent. Ursachen für den realen Umsatzrückgang könnten nach Einschätzung der Behörde die Lieferengpässe sowie der starke Anstieg der Einzelhandelspreise sein.

Quelle: ntv.de, mdi/dpa/rts

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