Elektro wird immer beliebterTesla verkauft deutlich mehr Autos

Spätestens seit den explodierenden Spritpreisen werden Elektroautos immer beliebter. Von der steigenden Nachfrage profitiert in Deutschland besonders der US-Autobauer Tesla. Global hat aber ein Chinese die Nase vorn.
Der US-Autobauer Tesla hat im ersten Quartal deutlich mehr seiner E-Autos verkauft - vor allem dank eines besonders hohen Absatzes im März. In den ersten drei Monaten dieses Jahres kamen mehr als 12.800 E-Autos des Konzerns neu auf die Straßen in Deutschland, rund 9250 davon allein im März, wie aus aktuellen Daten des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) hervorgeht.
Damit steht Tesla beim Absatz von E-Autos in Deutschland im ersten Quartal auf Platz drei, hinter VW und Skoda. Der Münchner Hersteller BMW wiederum rutschte von Platz zwei auf Platz fünf ab.
Das KBA hatte noch im vergangenen Jahr über Monate stark rückläufige Absatzzahlen für Tesla vermeldet. Der US-Konzern landete im Gesamtjahr bei den Verkäufen von Elektroautos lediglich auf dem neunten Platz. Fachleute führten das unter anderem auf eine gestiegene Unbeliebtheit von Tesla-Chef Elon Musk zurück, der mit rechten Positionen und einer zwischenzeitlich großen Nähe zu US-Präsident Donald Trump auffiel.
Insbesondere beim Model Y sowie der Limousine Model 3 legte der Absatz bei Tesla zuletzt wieder deutlich zu. Das Model Y war damit dem KBA zufolge über alle Hersteller hinweg der meistverkaufte SUV im März.
Grundsätzlich stieg die Zahl der Neuzulassungen von Elektroautos über alle Hersteller hinweg im vergangenen Monat an. Inmitten der Debatten über steigende Preise für Diesel und Benzin wurden im vergangenen Monat dem KBA zufolge fast 71.000 reine Elektroautos (BEV) neu zugelassen - ein Plus von 66,2 Prozent im Vergleich zu März 2025. Beobachtern zufolge liegt das vor allem an der neuen E-Förderung des Bundes, bei der bis zu 6.000 Euro für die Anschaffung eines Neuwagens gefördert werden.
China steigert Export um 100 Prozent
Viele andere Hersteller wie VW, Skoda oder der chinesische Hersteller BYD konnten den Absatz von ihren Elektroautos ebenfalls steigern. Vor allem in China gebaute Elektroautos werden weltweit immer beliebter: Die Exporte von E-Autos aus der Volksrepublik stiegen im März um 100 Prozent im Vorjahresvergleich, wie der chinesische Automobilverband CPCA mitteilte. Bei Hybridautos ist die Steigerung demnach sogar noch größer, hier stiegen die Ausfuhren um knapp 200 Prozent. Grund sind vor allem die vergleichsweise niedrigen Preise.
In Zahlen exportierten chinesische Hersteller wie BYD, Leapmotor, Nio oder Xpeng im März 183.000 vollelektrische Autos und 154.000 Hybridautos. "Aufgrund der steigenden Ölpreise gewinnen chinesische Plug-in-Hybridfahrzeuge weltweit erheblich an Beliebtheit", erklärte der CPCA. "Sehr gute Ergebnisse" hätten die chinesischen Hersteller vor allem in Südostasien sowie in Mittel- und Südamerika erzielt.
Der Hersteller BYD hat bereits Tesla als größter Produzent von E-Autos weltweit überholt. Die EU und die USA erheben bei der Einfuhr chinesischer E-Autos Extra-Zölle, um die eigenen Hersteller zu schützen. Sie werfen China Preisdumping vor.