Wirtschaft

Soll Hiesinger weg? Elliott nimmt Thyssenkrupp ins Visier

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Heinrich Hiesinger wird angeblich eine Wende bei Thyssenkrupp nicht mehr zugetraut.

(Foto: dpa)

Thyssenkrupp-Chef Hiesinger versucht, die Stahlsparte mit der des Konkurrenten Tata Steel zu fusionieren. Das ruft den US-Hedgefonds Elliott auf den Plan, der als wenig zimperlich gilt. Sogar Hiesingers Stellung gilt als gefährdet.

Der US-Hedgefonds Elliott will mitten in den abschließenden Verhandlungen über eine Stahlfusion bei Thyssenkrupp mitmischen. Elliott wolle ein Paket an dem Dax-Konzern erwerben, sagte ein Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Der Aktienkurs von Thyssenkrupp schoss kräftig nach oben. Der Konzern und ein Elliott-Sprecher in Deutschland wollten sich nicht zu dem Thema äußern.

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Elliott gilt als wenig zimperlich. Der vom US-Milliardär Paul Singer gegründete Hedgefonds hatte zuletzt unter anderem das Management des Anlagenbauers Gea unter Druck gesetzt. Ziel sei es, Vorstandschef Heinrich Hiesinger zu ersetzen, hieß es weiter. Dem 57-jährigen Manager werde eine Wende bei dem Unternehmen nicht mehr zugetraut.

Theoretisch könnte Elliott gemeinsame Sache mit dem schwedischen Finanzinvestor Cevian machen, der mit einem Anteil von rund 18 Prozent der zweitgrößte Einzelaktionär nach der Krupp-Stiftung mit rund 21 Prozent ist. Cevian fordert seit langem von Hiesinger und dem Management eine schärfere Strategie. Dazu gehöre, dass nach dem Stahl auch alle anderen Bereiche des Mischkonzerns unter die Lupe genommen werden. Zu den Sparten gehören der Anlagen- und U-Boot-Bau, Aufzüge und Fahrtreppen, Autoteile oder der Werkstoffhandel.

Stahl-Joint-Venture soll unter Dach und Fach gebracht werden

Hiesinger versucht seit zwei Jahren, die Stahlsparte mit der des Konkurrenten Tata Steel zu fusionieren. Der Prozess hatte sich immer wieder verzögert. Das Ziel von Hiesinger ist nun eine Vereinbarung bis Ende Juni. Danach will das Management seine künftige Strategie vorstellen. Cevian reichen die Margen in einzelnen Bereichen nicht. Zudem fehlen den Schweden konkretere Zielvorgaben. Jedes Geschäft müsse in seinem Bereich Weltbester sein, hieß es.

Hiesinger führt Thyssenkrupp seit 2011. Der ehemalige Siemens-Manager genießt im Unternehmen großes Ansehen, hatte er den Konzern doch nach den Fehlschlägen im US-Stahlgeschäft vor dem Abgrund bewahrt.

Quelle: n-tv.de, wne/rts

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