Wirtschaft

E-Porsche statt Tesla gekauft Elon Musk ätzt gegen Bill Gates

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Während Bill Gates den Porsche Taycan "sehr cool" findet, wird in Tests die geringe Reichweite kritisiert.

(Foto: picture alliance/dpa)

Tesla-Chef Elon Musk ist bekannt dafür, dass er mit seiner Meinung über andere Menschen nicht hinterm Berg hält. Diesmal erwischt es Microsoft-Gründer Bill Gates. Denn der hat sich gerade einen deutschen Elektrosportwagen zugelegt.

Das erste Elektroauto von Multimilliardär Bill Gates kommt aus Deutschland. Er habe sich kürzlich einen Porsche Taycan zugelegt, erzählte der Microsoftgründer in einem Interview mit dem US-amerikanischen Youtuber Marques Brownlee. Der Porsche habe zwar einen "Premium-Preis", sei aber dafür auch "cool, sehr cool". Dieses Lob für die Konkurrenz konnte Tesla-Chef Elon Musk nicht unkommentiert lassen. Seine Unterhaltungen mit Gates seine "enttäuschend" gewesen, schrieb Musk auf Twitter, "um ehrlich zu sein".

Dabei hatte Gates sowohl Musks Unternehmen als auch die Elektromobilität insgesamt in dem Interview mit Lob überschüttet. Elektromobilität sei für den Klimaschutz von allen Bereichen derjenige, in der er die größte Hoffnung setze. Und Tesla wiederum sei dasjenige Unternehmen, das man hervorheben müsse, "wenn man ein Unternehmen nennen soll, das das vorangetrieben hat".

Doch bei einigen Tesla-Enthusiasten kam nicht gut an, dass Gates Probleme ansprach, mit denen Elektroautos bislang noch kämpfen. Neben dem hohen Preis sei das vor allem die Reichweite. Im Vergleich zum Ladevorgang eines Akkus sei die Energie, "die man pro Minute in den Tank eines Benziners bekommt, überwältigend", so Gates. Es gelte, die "Reichweitenangst" der Autokunden zu überwinden.

Diese Bedenken aus Gates Mund könnten die Skepsis gegen E-Autos befördern, klagte ein Twitternutzer. Dabei sei Gates doch ein "sehr kluger Typ". Dieser Zuschreibung wollte Musk mit seinem Tweet von den "enttäuschenden Gesprächen" offenbar widersprechen. Wann und worüber er mit Gates sprach und was konkret ihn an dessen Klugheit zweifeln ließ, führt Musk nicht aus.

Es ist bei Weitem nicht das erste Mal, dass der Tesla-Boss den Sachverstand anderer Tech-Milliardäre öffentlich anzweifelt. So schrieb er etwa, dass Facebook-Chef Mark Zuckerberg, der Musks Sorge von den Gefahren künstlicher Intelligenz nicht teilt, nur "ein begrenztes Verständnis" vom Thema habe. Amazon-Boss Jeff Bezos nannte er auf Twitter ein "Copycat", einen Nachmacher, weil er wie Musk auch einen satellitengestützten Internetdienst aufbauen will.

Quelle: ntv.de, mbo